Bioplastik: Neue Ansätze für verbesserte Barriereeigenschaften und Recyclingfähigkeit

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Bioplastiktüten (Bild: Hans/Pixabay)

Viele biobasierte Kunststoffe weisen Besonderheiten auf, die sie gerade für die Verpackung von Lebensmitteln interessant machen. Um ihre Einsatzmöglichkeiten – vor allem für anspruchsvolle Verpackungsanwendungen – zu verbessern, müssen aber noch viele offene Punkte geklärt werden, wie in einer vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) finanzierten Studie herausgearbeitet worden ist.

Daher hat das BMEL im Herbst 2018 den Förderaufruf „Biobasierte Kunststoffverpackungen für Lebensmittel“ veröffentlicht. Sieben Projekte werden jetzt vom BMEL über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) als zuständigem Projektträger gefördert, in denen die Forschenden ihre Konzept entwickeln und nach Projektpartnern aus der Industrie suchen, bevor in einer anschließenden Begutachtung über eine Überführung der Ansätze in industrielle Forschungsvorhaben entschieden wird.

In den Projekten werden Methoden zur Verbesserung der Barriereeigenschaften analysiert, wie die Beschichtung mit funktionalen Hybridmolekülen und die Einarbeitung von ätherischen Ölen als antimikrobiellem Schutz. Die Vakuumbeschichtung und Elektronenbehandlung sollen an biobasierten Kunststoff-Folien ebenso getestet werden wie das Aufbringen von ultradünnen, biobasierten Wachsschichten und eine DLC-Beschichtung (Diamond-Like-Carbon = diamantähnlicher Kohlenstoff). In einem Projekt werden biobasierte Kunststoff-Folien entwickelt, die über sensorischen Komponenten verfügen und so zum Beispiel über die Frische der verpackten Lebensmittel Auskunft geben können.

Alle Projekte berücksichtigen eine möglichst gute Recyclingfähigkeit der biobasierten Materialien. So wird auch untersucht, ob recyceltes PLA, das mit stärkebasierten Kunststoffen „verunreinigt“ ist, noch ausreichende Barriereeigenschaften für die Verpackung von Lebensmitteln hat.

Weitere Informationen zu den Projekten

Quelle: FNR

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