Altstoffsammelzentren in Österreich nach Ostern wieder geöffnet

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Foto: Reinhard Weikert / abfallbild.de

Die Öffnung erfolgt regional unterschiedlich. Der Einlass wird durch das Recyclinghofpersonal geregelt. Für Anfang/Mitte Mai strebt die kommunale Abfallwirtschaft den Normalbetrieb an. Voraussetzung dafür ist, dass es vonseiten der Bundesregierung und des Gesundheitsministeriums nicht zu erforderlichen Anpassungen der derzeit geltenden Vorgaben und Regelungen kommt.

Das Aufrechterhalten der Müllentsorgung ist gerade in einem Ausnahmezustand, wie derzeit aufgrund der Coronakrise, eine wichtige Aufgabe zum Schutz der öffentlichen Hygiene und Gesundheit. Einen besonders wichtigen Beitrag dabei leisten tausende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Städte, Gemeinden und der gesamten Abfallwirtschaftsbranche. Sie sind tagtäglich im Einsatz, um die Entsorgungssicherheit in Österreich auch weiterhin sicherzustellen. Der Fachverband Entsorgungs- und Ressourcenmanagement (WKÖ) hat deshalb gemeinsam mit der Arge Österreichischer Abfallverbände (argeAWV.at) nunmehr spezifische Empfehlungen zum Schutz sowohl des Fachpersonals als auch der Bürger*innen erarbeitet.

Funktionierende Infrastruktur: Österreichs Abfallwirtschaft ist wesentlich

Die österreichweit flächendeckenden Entsorgungsstrukturen nach dem Prinzip der Entsorgungsautarkie ist unabdingbare Voraussetzung einer nachhaltigen Abfallwirtschaft. Die Altstoffsammelzentren (ASZ) beziehungsweise Recyclinghöfe (RH) in den Bundesländern sind Einrichtungen der Daseinsvorsorge. Sie wurden von den Verantwortlichen (Bürgermeister*innen, Verbändeobleute) in den meisten Bundesländern wegen der Ausgangsbeschränkungen, der Vermeidung von Menschenansammlungen und des Schutzes der Mitarbeiter*innen vorübergehend geschlossen und sollen nach Ostern kontinuierlich wieder geöffnet werden. Für Anfang/Mitte Mai strebt die kommunale Abfallwirtschaft den Normalbetrieb an. Voraussetzung dafür ist, dass es vonseiten der Bundesregierung und des Gesundheitsministeriums nicht zu erforderlichen Anpassungen der derzeit geltenden Vorgaben und Regelungen kommt.

„Wir ersuchen die Bevölkerung, sich über Öffnungszeiten und Anlieferungsvorgaben sowie Verhaltensregeln am Recyclinghof/Altstoffzentrum der Städte/Gemeinden beziehungsweise Gemeindeverbände genau zu informieren. Auf ihren Webseiten wird darüber tagesaktuell Auskunft gegeben“, appelliert LAbg. Bgm. Anton Kasser, argeAWV.at-Präsident.

Corona-Schutzmaßnahmen gelten auch im Recylinghof/Altstoffzentrum

Grundsätzlich sollte der Aufenthalt, je nach Größe des Areals, auf maximal zwei bis drei Kunden beschränkt werden. Der Einlass wird durch das Recyclinghofpersonal geregelt, bei großen Arealen kann ein Bauhofmitarbeiter oder auch Sicherheitspersonal unterstützend mitwirken. Es ist ein freiwilliger Sicherheitsabstand zwischen Kunden und Recyclinghofpersonal im Ausmaß von zwei Metern einzuhalten. Kunden, die vor dem Recyclinghof auf den Einlass warten, sind angehalten, dies im Auto zu tun.

Die anliefernden Bürger*innen sind angehalten, die Abfälle unter Anweisung der Mitarbeitenden selbst in die dafür vorgesehenen Container zu entladen. Alle Personen sollen Schutzmasken tragen. Es erfolgt keine Ausstellung von Lieferscheinen. Ebenso sind weder Zahlungen möglich noch müssen Unterschriften geleistet werden. Die Bevölkerung ist aufgerufen, bei allen Maßnahmen der Abfallwirtschaft engagiert und umsichtig mitzuwirken. Sie tragen damit nicht nur zu ihrer eigenen, sondern auch zur Sicherheit der Mitarbeitenden bei. Die Vermeidung von Abfällen und die getrennte Sammlung von Wertstoffen ist auch in Zeiten des Corona-Virus ein Gebot der Stunde (Ausnahme: Abfälle von infizierten Personen)

„Durch die verstärkte Zusammenarbeit und die intensivierte Kommunikation zwischen den Abfallverbänden und den privaten Entsorgungsbetrieben gewährleisten wir Österreichs Entsorgungssicherheit. Wir leisten damit gerade jetzt in unseren Siedlungsräumen eine wichtige Aufgabe und verantwortungsvolle Daseinsvorsorge. In Zeiten der Krise betreibt Österreichs Entsorgungswirtschaft vorsorgenden Umweltschutz“, betonen Anton Kasser und Obmann Helmut Ogulin vom Fachverband Entsorgungs- und Ressourcenmanagement der WKÖ.

Quelle: Fachverband Entsorgungs- und Ressourcenmanagement / Arge Österreichischer Abfallverbände

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