Schrott: Im Februar-Durchschnitt gaben die Preise um 20 Euro pro Tonne nach

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Der mobile Schrott- und Metallplatz (Foto: O. Kürth)

Das berichtet die IKB Deutsche Industriebank AG in ihrer neuesten Rohstoffpreis-Information: Da die türkischen Abnehmer zuletzt jedoch einen höheren Bedarf signalisierten, dürften die europäischen Exportpreise wieder anziehen und letztendlich auch zu höheren Inlandspreisen führen.

Insgesamt zog der Schrottbedarf an, allerdings ist das Aufkommen bei Neuschrotten aus der Automobilindustrie und dem Maschinenbau knapp, Altschrotte fielen jahreszeitüblich im Februar ebenfalls in geringerem Umfang an. Die Eisenerz-Spotpreise verbilligten sich im Februar um rund 7 US-Dollar pro Tonne. Grund war unter anderem die Befürchtung einer deutlich niedrigeren Nachfrage aus China. Bis Ende April sollte ein Anstieg der Schrottpreise möglich sein, das Januarniveau dürfte im März erreicht werden.

Der Rückgang der Spotmarktpreise für Eisenerz frei China von 7 US-$ je t dürfte solange Bestand haben, wie die Unsicherheit über Coronavirus-bedingte Produktionsausfälle anhält. Die europäischen Rohstahlpreise entwickelten sich sehr unterschiedlich: Die Preise für Warmbreitband zogen im Durchschnitt um 30 €/t an. Auch die Verzinkten Bleche erhöhten sich trotz des deutlich gesunkenen Zinkpreises im gleichen Umfang. Diejenigen für Walzdraht verteuerten sich dagegen nur um 6 €/t. Allerdings hatte es auch hier 2019 keine großen Einbrüche gegeben. Bei den europäischen Stahlpreisen erwartet IKB ein weiteres leichtes Anziehen im zweiten Quartal 2020 (rund 5 %). Da China aktuell seine Ausfuhren nach Asien und in die Golfregion verringert, kommt hier die Türkei stärker zum Zuge. Dies vermindert etwas den türkischen Exportdruck auf den kontinentaleuropäischen Markt.

Quelle: IKB Deutsche Industriebank AG

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