Klärschlamm: In Sachsen zu fast zwei Dritteln thermisch entsorgt

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Klärschlammtrocknung (Foto: DWA)

In 666 öffentlichen biologischen Abwasserbehandlungsanlagen in Sachsen fielen im Jahr 2018 knapp 70.000 Tonnen Trockenmasse Klärschlamm an.

Wie das Statistische Landesamt des Freistaates Sachsen mitteilt, wurden damit gegenüber 2017 rund drei Prozent weniger Klärschlamm eigenerzeugt. Der größte Teil des Klärschlamms (97,0 Prozent bzw. 67 750 Tonnen Trockenmasse Klärschlamm) wurde einer direkten Entsorgung, also der stofflichen Verwertung oder thermischen Entsorgung, zugeführt. Knapp zwei Drittel der in Sachsen eigenerzeugten Klärschlammmenge (45.061 Tonnen Trockenmasse) wurden verbrannt. Dies erfolgte zum Großteil in Kohlekraftwerken, Zementwerken oder ausgewählten Abfallverbrennungsanlagen. Damit setzt sich der Trend der letzten Jahre zur verstärkten thermischen Entsorgung des Klärschlamms fort.

Ein knappes Drittel der Menge des eigenerzeugten Klärschlamms (22.689 Tonnen Trockenmasse) wurde zuletzt stofflich verwertet, beispielsweise in der Landwirtschaft oder im Landschaftsbau. Dieser Anteil verringerte sich von 49,9 Prozent im Jahr 2017 auf 32,5 Prozent im Jahr 2018 spürbar.

Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen

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