Insektengifte Chlorpyrifos und Chlorpyrifos-Methyl werden in Europa verboten

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Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln in einem Reisfeld (Foto: Pixabay)

Die Europäische Kommission hat letzten Freitag beschlossen, die Zulassung der Schädlingsbekämpfungsmittel Chlorpyrifos und Chlorpyrifos-Methyl für den europäischen Markt zu beenden.

Nachdem die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ihre schädlichen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit, insbesondere die Gentoxizität und die Entwicklungsneurotoxizität, bestätigt hatte, hatte die Kommission vorgeschlagen, die Zulassung der Insektizide nicht zu verlängern. Die Mitgliedstaaten hatten diesem Vorschlag im Dezember mehrheitlich zugestimmt.

Die für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit zuständige EU-Kommissarin Stella Kyriakides betonte: „Der Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor gefährlichen Chemikalien ist eine der Prioritäten meines Mandats und des europäischen Grünen Deals. Die Kommission wird nicht zögern, Pestizide zu verbieten, die nachweislich schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Ich fordere die Mitgliedstaaten nunmehr auf, Erzeugnisse, die diese beiden Stoffe enthalten, von ihrem nationalen Markt zu nehmen.“

Im Rahmen des europäischen Grünen Deals wird die Kommission in der ersten Jahreshälfte 2020 eine Strategie „Vom Hof auf den Teller“ vorlegen, die unter anderem zum Ziel hat, die Abhängigkeit, Gefahren und Nutzung von chemischen Pestiziden sowie von Düngemitteln und Antibiotika erheblich zu verringern. Die angenommene Entscheidung wird in den kommenden Tagen im Amtsblatt veröffentlicht.

Quelle: EU-Kommission