So werden Lithium-Batterien nicht zur lebensgefährlichen Brandgefahr

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Defekter Lithium-Ionen-Akkumulator (Foto: Harald Heinritz / abfallbild.de)

Denios berät umfassend zum sicheren Umgang mit Lithium-Speichern.

Die Lithium-Ionen-Technologie hat den Markt für Energiespeicher in den 90er Jahren grundlegend revolutioniert. Aufgrund der hohen Energiedichte und des geringen Eigengewichtes der Lithium-Akkus sind diese heute bevorzugte Energiespeicher in mobilen Endgeräten oder in elektronischen Anwendungen der Automobilindustrie. Dass diese aber auch ein unsichtbares und unkalkulierbares Risiko in sich tragen, zeigen einige gefährliche Brandvorfälle im Zusammenhang mit Lithium-Akkus. Um einen Beitrag zur Aufklärung und zu geeigneten Schutzkonzepten rund um das Thema der Lagerung von Lithium-Ionen-Speichern zu leisten, informiert die Denios AG umfassend über Risiken, Brandverhalten und geeignete Sicherheitseinrichtungen.

Beschädigungen erhöhen Gefahrpotenzial

600 beschädigte Fahrzeuge und ein nahezu zerstörtes Parkgebäude – das ist die beunruhigende Bilanz des Parkhausbrandes am Flughafen Münster/Osnabrück im Oktober 2019. Erste Untersuchungen ergaben, dass möglicherweise der defekte Akku eines Hybridautos das Feuer entfachte. Ein finales Gutachten wird noch erwartet.

Nachrichten wie diese sind in den letzten Jahren leider kein Einzelfall. Im Jahr 2017 etwa sorgte ein Parkhausbrand in Hannover, der durch den defekten Lithium-Akku eines E-Bikes verursacht wurde, für Schlagzeilen. Doch was bringt die Akkus überhaupt zum Explodieren und Brennen?

Für eine spontane Selbstentzündung der Akkus, kann es mehrere Gründe geben: In der Regel sorgen mechanische oder thermische Einflüsse dafür, dass es zu Beschädigungen der innenliegenden Batteriezellen kommt. Das kann zum Beispiel durch einen Sturz, der zu Schäden am Gehäuse führt, oder durch dauerhafte, intensive Sonneneinstrahlung bedingt sein. Fatal: Da kleinste Beschädigungen der Lithium-Akkus mit bloßem Auge nicht erkennbar sind und nicht zwangsläufig mit Beeinträchtigungen der Batteriefunktion einhergehen, bleibt ein Defekt in vielen Fällen unentdeckt. Das bedeutet auch, dass zwischen Beschädigung des Speichers und seiner Selbstzündung einige Zeit vergehen kann.

Unberechenbares Brandverhalten unter gefährlichem Gasaustritt

Bei der Brandreaktion von Lithium-Speichern gilt: Man kann sie nicht voraussagen. Selbst baugleiche Akkumulatoren reagieren und brennen unter den gleichen Bedingungen unterschiedlich stark. Eine Tendenz ist allerdings erkennbar: Je mehr Energie die Akkus vor der Entzündung gespeichert haben, desto stärker fällt die Brandreaktion aus. Neben der Brandgefahr birgt der Prozess des Verbrennens eine andere gesundheitsschädigende Gefahr in sich: Im Brandfall werden toxische Gase, zum Beispiel Fluorwasserstoff, freigesetzt.

Informationslage und Empfehlungen

Gewerbetreibende, die Lithium-Ionen-Speicher lagern oder laden, sehen sich mit einer vagen Gesetzeslage konfrontiert: Der Gesetzgeber deckt nicht jeden Bereich im Umgang mit Lithium-Akkus ab, sodass sich Unternehmer oft gar nicht in vollem Umfang über Risiken bewusst sind. Fatale, aber oft gemachte Fehler im Umgang mit den kompakten Akkus sind etwa die unbedachte Lagerung im Hochregallager oder ihre Lagerung ohne zusätzliche Einhausung. Doch wenn es zum Schadensfall kommt, bedeuten dies oft immense Sach-und Personenschäden. Als Handlungsempfehlungen sollten deswegen die Richtlinien des Vds, Europas größtem Institut für Unternehmenssicherheit, befolgt werden. Dieses hat Empfehlungen für die sichere Lagerung von Lithium-Akkus nach Vds 3103 formuliert. Zusätzlich sollten die Vorgaben der TRGS 510 für Gefahrstoffe beziehungsweise die Lagerung von Lithium-Energiespeichern Anwendung finden.

Individuelle Gefährdungsbeurteilungen und Schutzkonzepte vom Experten

Nur wer sein betriebliches Gefährdungsrisiko kennt, kann entsprechend durch Sicherheitsmaßnahmen Vorsorge treffen. Deswegen sollte bei der Planung eines Lithium-Akku-Lagers die Gefährdungslage durch einen Experten vor Ort beurteilt werden. Die Denios AG hat sich seit über 30 Jahren erfolgreich als Hersteller, Berater und Anbieter von Lösungen rund um die Gefahrstofflagerung am Markt etabliert. Zusammen mit dem Kunden ermittelt das Unternehmen dabei stets den individuellen Sicherheitsbedarf vor Ort und entwickelt ein darauf abgestimmtes, ganzheitliches Schutzkonzept.

Das Leistungsspektrum im Bereich gesetzeskonformer Lagerung von Lithium-Ionen-Speichern ist groß: Nicht nur ihre sichere Lagerung, sondern auch die sichere Ladung der Lithium-Akkus findet Berücksichtigung. Von Löschgranulaten über Lager- und Transportboxen bis hin zum digitalen Brandschutzlager gibt es für jede Infrastruktur die passende Lösung. Darüber hinaus bietet Denios interessierten Unternehmen im Rahmen der Denios Academy ein Seminar zum Thema „Lithiumbatterien – Lagerung und Transport“ an.

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Quelle: Denios AG