Wohin entwickelt sich die internationale Handelspolitik?

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Foto: Pixabay

Veranstaltung: 22. Zivilgesellschaftliches Außenwirtschaftsforum am 26. November in Berlin.

Die Welthandelsströme wachsen inzwischen langsamer als die Weltwirtschaft, die Zollpolitik von US-Präsident Trump sorgt für erhebliche Unsicherheiten. Zum Jahresende ist der Streitbeilegungsmechanismus der Welthandelsorganisation (WTO) nicht mehr entscheidungsfähig, weil die USA die Ernennung neuer Jurymitglieder blockieren. Die WTO droht dann ihre Verbindlichkeit zu verlieren: Verstöße werden nicht mehr sanktioniert. Aber auch geplante bilaterale Abkommen wie das der EU mit Südamerikas Mercosur-Ländern stoßen auf heftigen Widerstand: mehrere Länder haben bereits angekündigt, das Abkommen abzulehnen.

Wie geht es weiter mit der internationalen Handelspolitik, jetzt fast pünktlich zum 20ten Jahrestags der ersten gescheiterten WTO-Ministerkonferenz in Seattle 1999? Steckt die Globalisierung in einer unumkehrbaren Krise? Wie muss sich die deutsche Wirtschaft aufstellen, um sich diesen Herausforderungen zu stellen? Können mehr Marktöffnung bei Agrar- und Dienstleistungsmärkten, mehr Hindernisse für Regulierung im öffentlichen Interesse sowie der Ausbau der Paralleljustiz für Konzerne noch die Antwort sein? Braucht die EU-Handelspolitik neue Inhalte, um für ökonomische, Klima- und Umweltkrisen bereit zu sein? Welche Art der Handelspolitik fördert die Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDGs), welche behindert sie?

Diskutieren Sie mit, wenn wir gemeinsam mit unseren Gästen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft die aktuelle Lage der Weltwirtschaft und die internationale Handelspolitik in den Fokus nehmen. Wir freuen uns auf Beiträge von unter anderem:

  • Christian Forwick, Leiter der Unterabteilung Außenwirtschaft, Handelspolitik & Amerika im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)
  • Jürgen Maier, Geschäftsführer des Forum Umwelt und Entwicklung
  • Lia Polotzek, Referentin für Wirtschaft, Finanzen und Handel beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)
  • Barbara Sennholz-Weinhardt, Referentin für Wirtschaft und Globalisierung bei Oxfam Deutschland e.V.
  • Werner Raza, Ökonom und Leiter der Österreichischen Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung (ÖFSE)
  • Afrika Kiiza, Referent für Trade Policies and Negotiations bei Seatini-Uganda
  • Moderation: Ursula Weidenfeld, Wirtschaftsjournalistin

Die Veranstaltung wird auf Deutsch und Englisch übersetzt.

Zivilgesellschaftliches Außenwirtschaftsforum

Dienstag, 26. November, Einlass ab 17.30 Uhr, Beginn um 18 Uhr

Ort: Langenbeck-Virchow-Haus, Luisenstr. 58/59, 10117 Berlin-Mitte

Um Anmeldung wird gebeten unter: Link

Quelle: Forum Umwelt und Entwicklung

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