Österreichischer Abfallwirtschaftsverband tagte in Eisenstadt

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Von links: Gerald Hüller, Manfred Assmann, Heinrich Dorner, Josef Korpitsch, Elisabeth Pauer, Thomas Steiner, Johann Janisch, Rudolf Haider, Roland Hohenauer, Josef Plank (Foto: ÖWAV/Titzer)

Abfallwirtschaft diskutierte Umsetzung des EU-Kreislaufwirtschaftspaketes.

Vom 15. bis 17. Mai fand im Kultur- und Kongresszentrum in Eisenstadt mit 430 Teilnehmern sowie rund 30 Ausstellern die diesjährige Abfallwirtschaftstagung (AWT) des Österreichischen Wasser- und Abfallwirtschaftsverbandes (ÖWAV) statt. Unter dem Leitthema „Vom Wert- zum Werkstoff“ wurde im Zuge der Abfallwirtschaftstagung 2019 die Umsetzung des EU-Kreislaufwirtschaftspaketes in Österreich zur Diskussion gestellt.

Entscheidungsträger aus Politik, privater und kommunaler Entsorgungswirtschaft, Abfallerzeuger und Vertreter der Behörden und der Wissenschaft setzten sich an diesen Tagen intensiv mit verschiedenen Aspekten der Ressourcennutzung und des nachhaltigen Umweltschutzes in der Abfallwirtschaft auseinander.

Foto: ÖWAV/Titzer

ÖWAV-Präsident BR h.c. DI Roland Hohenauer, Bürgermeister von Eisenstadt LAbg. Mag Thomas Steiner, Landesrat Mag. Heinrich Dorner und BMNT-Generalsekretär DI Josef Plank eröffneten die Veranstaltung. Plank und Dorner betonten in ihren Ansprachen den Stellenwert und die Bedeutung der Abfallwirtschaft und der jährlichen Abfallwirtschaftstagung – besonders auch im Hinblick auf die zukünftigen Herausforderungen: „Die Abfallwirtschaft steht in den kommenden Jahren – Stichwort Plastikvermeidung, Bewusstseinsbildung, aber auch in puncto Technik und Organisation – regional und österreichweit vor großen Herausforderungen. Diese Österreichische Abfallwirtschaftstagung ist hervorragend dafür geeignet, neue Projekte und Erkenntnisse aus dem Bereich der Abfallwirtschaft einem sachkundigen Publikum vorzustellen und durch Information beziehungsweise Meinungsaustausch wesentlich dazu beizutragen, dass wir diese Herausforderung der Zukunft gemeinsam erfolgreich meistern können“, sagte Landesrat Mag. Heinrich Dorner in seiner Eröffnungsrede.

Im Anschluss an die Eröffnung leiteten ein Festvortrag von Prof. Andreas Exenberger zum Thema „Globale Ungleichgewichte im Zeitalter nachhaltiger Entwicklungsziele“ sowie Vorträge zum maritimen Littering und den aktuellen Vorhaben des BMNT die AWT 2019 ein. In den folgenden vier Themenblöcken wurden die aktuellen Herausforderungen am Weg zur Kreislaufwirtschaft beleuchtet und dabei vor allem die Themen Ökodesign und mögliche rechtliche Lenkungsinstrumente angesprochen. Einen weiteren Themenschwerpunkt bildete das Thema Kunststoffrecycling beziehungsweise Strategien im Hinblick auf Einwegplastik und Biokunststoffe.

Auch die Zukunft der Abfallwirtschaft wurde ins Visier genommen. Die Möglichkeiten eines rohstofflichen Recyclings und neue Konzepte unter Einbindung der fortschreitenden Digitalisierung und künstlichen Intelligenz wurden aufgezeigt. Im letzten Block der Veranstaltung wurde zudem das Schließen der Verwertungswege beziehungsweise der Einsatz von Sekundärrohstoffen in der produzierenden Wirtschaft beleuchtet. Zur Abrundung der Tagung organisierte der ÖWAV am dritten und letzten Tag eine Exkursion zur Lafarge Zementwerke GmbH.

Prämierung der besten abfallwirtschaftlichen Poster

Wie auch bereits in den vergangenen Jahren, wurden im Rahmen einer Postersession neue Projekte und Erkenntnisse auf dem Gebiet der Abfallwirtschaft dem sachkundigen Publikum der Abfallwirtschaftstagung präsentiert. Die drei besten Poster wurden mittels Publikumswahl ermittelt und mit Geldpreisen ausgezeichnet. Über den 1. Platz freute sich Johanna Naynar (VOEB/Institut für Abfallwirtschaft BOKU Wien), Platz 2 ging an Marina Luggauer (Austria Glas Recycling GmbH), Platz 3 belegten ex aequo Michael Bartmann (Land NÖ) und Lukas Egle (MA 48). Im Rahmen der Veranstaltung überreichte zudem Hon.-Prof. Mag. Dr. Christoph Scharff von der ARA (Altstoff Recycling Austria AG) Ing. Alfred Krenn (GF des Abfallwirtschaftsverbandes Leoben) den ARA Lifetime-Award für sein Lebenswerk. Darüber hinaus vergab der V.EFB (Verein zur Verleihung des Zertifikates eines Entsorgungsfachbetriebes) vier Erstzertifikate an neu zertifizierte Entsorgungsfachbetriebe (Fa. Swietelsky, Fa. Buchschartner, Magistrat St. Pölten, Fa. Störchle).

Quelle: Österreichischer Wasser- und Abfallwirtschaftsverband (ÖWAV)

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