PET Recycling Team Wolfen recycelt PET aus dem gelben Sack

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Foto: André Kehrer

Alpla und Fromm gründen Joint Venture und investieren sieben Millionen Euro am Standort Wolfen.

Die Zusammenarbeit der beiden Spezialisten für Verpackungslösungen Alpla (Österreich) und Fromm (Schweiz) im PET-Recycling wird mit der Gründung eines Joint Ventures auf eine neue Basis gestellt. PET Recycling Team Wolfen wird sich der Verwertung von PET-Abfällen aus dem Gelben Sack widmen.

Im Juli 2018 informierten Alpla und Fromm erstmals über ihre Kooperation im PET-Recycling. Derzeit errichtet Texplast, ein Tochterunternehmen der Fromm Plastics GmbH, eine dritte Extrusionslinie am Standort Wolfen. Diese wird im Mai in Betrieb gehen und die Jahreskapazität für lebensmitteltaugliches rPET um 15.000 Tonnen erhöhen.

Als nächsten Schritt gründen Alpla und Fromm ein Joint Venture, die PET Recycling Team Wolfen GmbH. Deren Ziel ist die Verwertung der PET-Flaschenfraktion aus der haushaltsnahen Sammlung in Deutschland. Auf dem Areal von Texplast in Wolfen investieren die Kooperationspartner sieben Millionen Euro in Sortier- und Aufbereitungsanlagen. Die wettbewerbsrechtliche Genehmigung liegt vor, mit der Realisierung soll noch 2019 begonnen werden. Über weitere Details haben die Vertragspartner Stillschweigen vereinbart.

Effiziente Wertschöpfung, optimierte Logistik

PET Recycling Team Wolfen wird PET aus dem Gelben Sack in den Wertstoffkreislauf zurückführen. Zu Beginn wird der Fokus auf PET-Hohlkörpern liegen, das sind vorwiegend nicht-bepfandete Lebensmittel- und Getränkeflaschen sowie Flaschen von Reinigungsprodukten. „Wir wollen die klare Flaschenfraktion aus dem Gelben Sack so aufbereiten, dass aus dem Rezyklat wieder Flaschen erzeugt werden können. Den bunten Anteil verarbeiten wir zu Flakes für die Herstellung von Umreifungsbändern“, sagt Georg Lässer, Head of Recycling bei Alpla.

Recycling für PET Schalen weiterentwickeln

Einen großen Nachholbedarf gibt es bei anderen PET-Verpackungen wie Schalen, Tiefziehfolien oder Blister. Dazu gehören zum Beispiel Obstschalen, Verpackungen für Wurst und Käse oder auch Speicherkarten. „Die Investition schafft die Voraussetzungen, um den Recyclingprozess für diese Fraktion zusammen mit der Folienindustrie in industriellem Maßstab weiterzuentwickeln. Damit leisten wir auch einen wichtigen Beitrag zur Erfüllung der gesetzlichen Recyclingziele“, ist Matthias Schäfer von Texplast überzeugt. „Außerdem stellen wir so sicher, dass wir unsere PET-Umreifungsbänder weiterhin zu 100 Prozent aus Recyclingmaterial produzieren können.“

Der Landkreis Anhalt-Bitterfeld und die Stadt Bitterfeld-Wolfen flankieren die Ansiedlung im Genehmigungsverfahren. „Wir freuen uns sehr, dass die beiden Unternehmen für ihre Investition den Standort im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen ausgewählt haben. Mit dieser Kompetenz werden die Wirtschaftskraft am Traditionsstandort der Chemie gestärkt und neben den neuen Arbeitsplätzen auch innovative Verfahren zur Verwertung von Verpackungsmaterial entwickelt“, unterstützt Landrat Uwe Schulze.

Quelle: Texplast

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