Das Rahmenprogramm der IFAT Eurasia: Von Marine Littering bis Nachwuchsförderung

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Fachvorträge, Workshops und Podiumsdiskussionen: Die Messe wird von zahlreichen Programmpunkten begleitet (Foto: Messe München GmbH)

Wie sieht ein nachhaltiges Abfall- und Wassermanagement für die Länder Eurasiens aus? Welche Rolle spielt die energetische Verwertung in einer Kreislaufwirtschaft? Und wie kann verhindert werden, dass Kunststoffabfälle in die Ökosysteme gelangen? Diese und noch mehr Fragen diskutieren die Experten der IFAT Eurasia 2019 vom 28. bis zum 30. März im Istanbul Expo Centre (IFM).

Auf eine kontroverse Diskussion können sich die Besucher der IFAT Eurasia 2019 gleich am ersten Messetag freuen. Unter dem Titel „Last stop open sea? The role of circular economy in the fight against marine littering“ debattieren Technologieexperten, Vertreter von NGOs sowie von Umwelt- und Kunststoffverbänden, wie ein funktionierender Abfallkreislauf für den eurasischen Raum aussehen kann, um das „Littering“ von Flüssen und Meeren in der Region einzuschränken. Der Handlungsbedarf ist groß: Das Mittelmeer gilt beispielsweise als sechstgrößtes Sammelgebiet für Meeresmüll weltweit. Auf dem Podium sitzen Repräsentanten des World Wide Fund For Nature (WWF), der International Solid Waste Association (ISWA), des Bundesverbands der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE) und der Association of Plastics Manufacturers (PlasticsEurope). Moderiert wird das Panel von Roland Knitschky von der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) in Zusammenarbeit mit einer Vertreterin der ISWA.

Premiere: Iremcon-Konferenz erstmals parallel zur IFAT Eurasia

Unter dem Leitthema „Combating Global Climate Change and Strenghtening International Cooperation in Waste Management“ findet die International Environmental Conference, kurz: Iremcon, zum ersten Mal parallel statt. Am 28. und 29. März in Halle 10. Bereits in den vergangenen fünf Jahren verband die IFAT Eurasia und Iremcon eine enge Medienpartnerschaft, die nun zu einer Co-Location ausgebaut wird. „Iremcon gilt als die führende Umweltkonferenz der Türkei und des gesamten Balkan- Gebiets und ist damit der ideale Partner für die führende Umwelttechnologiemesse dieser Region. Nur wenn wir Wissen und Technologie enger miteinander verzahnen, können wir uns den großen Umweltherausforderungen der heutigen Zeit stellen“, sagt Osman Bayazit Genç, Geschäftsführer von Messe München Eurasia anlässlich der Partnerschaft.

Jungtalente der Abfall- und Wasserbranche fördern

Am 29. und 30. März räumt die IFAT Eurasia der Förderung von Nachwuchstalenten viel Raum ein. Bei der University Challenge Eurasia  der DWA gilt es für Studenten verschiedener Universitäten aus der Türkei und ihren Nachbarstaaten, Aufgaben im nachhaltigen Wassermanagement zu lösen. Der Gewinnerpreis bietet Anlass zur Motivation: Eine Reise zur weltweit größten Umwelttechnologiemesse IFAT im Mai 2020 nach München. Weiterhin stellt die ISWA erstmals ihr Konzept für eine Young Professionals Group für die Türkei vor. Ziel der Gruppe ist es, die Nachwuchskräfte und Jungunternehmer der türkischen Abfallbranche zu vernetzen, das gegenseitige Lernen zu fördern sowie Tipps zur Karriereentwicklung zu liefern. In Ländern wie Brasilien, Deutschland oder Indien existieren bereits solch regionale Netzwerke. Das Startsignal für die Türkei-Gruppe wird am letzten Messetag der IFAT Eurasia fallen.

Die Teilnahme an der Messe sowie am Rahmenprogramm ist für Besucher kostenlos. Die Vorab-Registrierung ist bereits jetzt online möglich und bietet einen Zugang zum Messegelände ohne Wartezeiten. Ein Überblick über das aktuelle Programm sowie das  Ausstellerverzeichnis sind ebenfalls auf der Website der IFAT Eurasia zu finden.

Quelle: Messe München GmbH