SKZ-Fachtagung Folienextrusion 2019 – Herstellung, Folienkonzepte, Recycling

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Kunststoffgranulat (Bildquelle: FSKZ e.V.)

Kunststofffolien stehen derzeit kontrovers in der Diskussion. Kritiker fordern mit Verweisen auf Marine Litter und Mikroplastik eine deutliche Reduzierung insbesondere von Kunststofftüten und Einwegartikeln. Dabei ist nicht die Kunststofffolie per se umweltschädlich. Vielmehr sind es der in manchen Regionen zu sorglose Umgang mit Kunststoffmüll und die fehlenden Recyclingmöglichkeiten, die zu einer steigenden Verschmutzung der Umwelt durch Kunststoff führen.

Auf der SKZ-Fachtagung „Folienextrusion 2019“ am 15. und 16. Mai in Würzburg werden unter anderen entsprechende zukunftsweisende Recyclingkonzepte vorgestellt. Denn Folien bringen entscheidende Vorteile für durchdachte Verpackungen im Lebensmittel- oder Medizinbereich. Kunststoffverpackungen bewahren das Aroma von Lebensmitteln und verhindern einen vorzeitigen Verderb. Sie schützen vor gefährlichen Stoffen, zum Beispiel in der chemischen Industrie und erleichtern generell Transport und Lagerung. Darüber hinaus werden Kunststofffolien auch als Ausgangswerkstoff für eine Vielzahl von technischen Produkten eingesetzt.

Genauso komplex und vielseitig wie die Einsatzbereiche von Kunststofffolien sind auch die Herstellungs- und Verarbeitungsmöglichkeiten. Innovative Coextrusionsverfahren extrem dünner Schichten aus neuartigen Werkstoffen ermöglichen zum Beispiel die Herstellung leichter Folien mit exzellenten Barriere-Eigenschaften. Diese Kombination aus verschiedenen Kunststoffen erschwert dagegen das rohstoffliche Recycling. Aber auch in diesem Bereich gibt es Forschungsergebnisse, die aufhorchen lassen. Bevor der Kunde seine Folie in den Händen halten kann, sind dann natürlich noch Prozesse wie Rollenschneiden, Oberflächenveredelung, Bedrucken und letztlich das Verpacken erforderlich. Die Neuentwicklungen und Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung in diesen, der Produktion nachgeschalteten Bereichen sind ebenso umfangreich wie zukunftsorientiert. Und schließlich wird die fortschreitende Digitalisierung der gesamten Kunststoffindustrie mit den erforderlichen Schnittstellen auch die Folienextrusion treffen.

Detaillierte Informationen und Anmeldung unter: www.skz.de/1953

Quelle: SKZ – Das Kunststoffzentrum