Entsorgungskosten-Ranking: Hier stinken die Abfallgebühren bis zum Himmel

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Foto: ©Petra Hoeß, Fabion Markt + Medien / abfallbild.de

Wir alle produzieren Müll, wir alle zahlen für die Entsorgung. Auch wenn die Leerung der Tonnen in jeder Stadt im Grunde gleich abläuft, gehen die Gebühren für die Dienstleistung teilweise extrem weit auseinander. Das Immobilienportal Hausfrage.de hat sich gefragt, was genau die Müllentsorgung in 30 deutschen Großstädten kostet und wie viel Abfall überhaupt produziert wird. Die Antworten wurden verglichen und in einem Ranking zusammengestellt.

Verglichen wurden hierbei das jeweilige Haus- und Sperrmüllaufkommen einer vierköpfigen Familie und die Gebühren für die Leerung von 120-Liter-Tonnen Rest- und Biomüll im 14-tägigen Turnus. Grundlage des Ranking bildet der „Kostenkompass“ des Immobilienportals Hausfrage.de. Das Projekt deckt auf, was das alltägliche Leben über Mietausgaben hinaus kostet. Mit umfangreichem Blick in Richtung Familie, Beruf und Freizeit – weil zu der Wahl des richtigen Zuhauses nicht nur die passende Immobilie gehört, sondern auch die Stadt, in der man lebt. Die Ergebnisse im Überblick:

Dresden ist die Metropole der Nachhaltigkeit

In der sächsischen Hauptstadt produzieren die Einwohner deutschlandweit mit rund 322 Kilogramm pro Kopf am wenigsten Hausmüll. Belohnt werden die bescheidenen Dresdener leider nicht dafür: mit jährlich 267 Euro für die Leerung ihrer Tonnen liegen sie nur knapp unter dem Durchschnitt von 256 Euro.

Einen guten Riecher für ein umweltbewusstes Leben besitzen auch die Leipziger mit 340 Kilogramm Abfallaufkommen und die Münchener mit 373 Kilogramm je Einwohner. Während sich die Kosten in Leipzig mit 242 Euro jedoch eher an die Gebühren der Entsorgungsunternehmen in Dresden anpassen, wird die Sparsamkeit der Münchener mit nur 159 Euro honoriert.

Krefelder leben verschwenderisch

Mit dem höchsten Pro-Kopf-Aufkommen an Haushaltsabfällen machen die Menschen in Krefeld auf sich aufmerksam. Ein Bürger produziert hier eine Masse von 512 Kilogramm im Jahr. In einem Vier-Personen-Haushalt ergibt das ein Gesamtaufkommen von 2048 Kilogramm Müll. Für die Abfallgebühr in Höhe von 223 Euro müssen sich die Bürger der Stadt somit wohl an die eigene Nase fassen.

Ebenfalls viel zu tun haben die Entsorgungsbetriebe in einer weiteren Stadt in NRW: 445 Kilogramm Hausmüll verursachen Münsteraner im Jahr. Dafür verlangt man hier jedoch mit 402 Euro den höchsten Preis für die Leerung der gefüllten Tonnen. Die Nase vorn im Ranking hat die Stadt Nürnberg. Die bayerische Großstadt berechnet seinen Einwohnern, welche immerhin 494 Kilogramm Hausmüll in die Tonne werfen, lediglich 153 Euro im Jahr.

Link: Kostenkompass

Quelle: Pressemitteilung Hausfrage.de/Interlead GmbH