HPV: „Nach sehr fairem Angebot der Arbeitgeber ist ver.di am Zug“

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Altpapier (Foto: Kürth / Recyclingportal)

Am 13. Dezember werden die Tarifverhandlungen in der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie in Berlin fortgesetzt. Der Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) e.V. betont im Vorfeld der nächsten Verhandlungsrunde, dass nach einem sehr fairen Angebot der Arbeitgeber die Gewerkschaft ver.di eine realistische Bewertung vornehmen muss.

„Die Arbeitgeber haben ein deutliches, positives Signal an die Belegschaften gesendet. Die schwierige branchenspezifische Situation in der Papier- und Kunststoffverarbeitung erfordert einen Fokus darauf, was machbar ist, nicht was wünschenswert wäre“, erklärte der HPV-Verhandlungsführer Jürgen Peschel. „Indem wir die Ausbildungsvergütungen um 90 Euro anheben wollen, dokumentieren wir, dass wir auf den Nachwuchs in unserer Branche setzen. Auch die Mitarbeiter in den Betrieben profitieren vom HPV-Angebot: Seit 2012 sind die Löhne in der Branche um 16,6 Prozent gestiegen, das ist ein Reallohnplus von 7,7 Prozent. Darauf legen wir jetzt noch einmal vier Prozent. Wir haben uns mit unserem Angebot einen großen Schritt auf die Gewerkschaft ver.di zu bewegt. Jetzt erwarten wir, dass sich auch ver.di auf einen konstruktiven Abschluss zubewegen wird. Wir gehen weiterhin mit einer offenen Gesprächsbereitschaft in die nächste Verhandlungsrunde.“

Das Angebot sieht für die rund 100.000  Beschäftigten eine Entgelterhöhung von 4,0 Prozent bei einer Laufzeit von 29 Monaten vor. Für die Ausbildungsvergütungen bieten die Arbeitgeber ein Plus von 90 Euro an, wie von ver.di gefordert. Die Entgelterhöhung soll in zwei Stufen erfolgen: 2,1 Prozent ab April 2019 und 1,9 Prozent ab April 2020. Die Ausbildungsvergütungen sollen ebenfalls ab April des nächsten Jahres steigen.

Die nächste Verhandlungsrunde wird am 13. Dezember 2018 um 11.30 Uhr im Novotel Berlin fortgesetzt.

Quelle: HPV