Plastics Economy Investor Forum: Treffpunkt für Innovationen

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Foto: Pixabay

Am 7. Dezember trafen sich über 120 internationale Investoren, Innovatoren und Industrievertreter beim ersten Plastics Economy Investor Forum in Frankfurt. Bei der Veranstaltung standen Innovationen aus der Kreislaufwirtschaft im Mittelpunkt.

Die Teilnehmer nutzten die Gelegenheit für Netzwerkaktivitäten und spannende Diskussionsrunden zwischen Investoren und Start-ups. Ziel ist es, neue Geschäftsmodelle, Designs und Technologien zu fördern, die Kunststoffe im Wirtschaftskreislauf halten beziehungsweise verhindern, dass sie zu Abfall werden. Das Investor-Forum wurde von der Circular-Economy-Plattform Ellen Mac Arthur Foundation, dem Innovationsförderer Think Beyond Plastic und dem International Sustainable Chemistry Collaborative Center (ISC3) organisiert. Das ISC3 ist eine neue unabhängige Einrichtung, die weltweit nachhaltige Chemielösungen entwickelt und fördert; der ISC3 Innovation Hub wird von der Dechema Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. betreut.

Die erste Veranstaltung dieser Art

Die Veranstaltung war die erste dieser Art, die vom ISC3 Innovation Hub im Rahmen des ISC3 Global Start-up Service organisiert wurde. Der neu eingeführte Service richtet sich an Innovatoren entlang der gesamten Wertschöpfungskette und begleitet sie auf dem Weg – von der ersten Idee über die Schaffung marktfähiger Produkte und Dienstleistungen bis hin zur Ausweitung ihres Geschäfts. Das Investor-Forum unterstützt im Rahmen des Start-up Services Innovatoren aus dem Bereich der nachhaltigen Chemie. Eine der Leitinitiativen des globalen Start-up Serviceprogramms, die ISC3 Innovation Challenge, startet Anfang 2019 und zeichnet Innovationen im Bereich des nachhaltigen Bauens und Wohnens aus.

Daniella Russo, CEO von Think Beyond Plastic, Rob Opsomer, Systemic Initiatives Lead der Ellen MacArthur Foundation und Andreas Förster, Direktor des ISC3 Innovation Hubs, eröffneten die Veranstaltung mit Grußworten. „Durch das Investor-Forum fördert der ISC3 Innovation Hub Chemie-Start-ups im Bereich der nachhaltigen Chemie und hilft ihnen beim Wachstum, indem er wertvolle Kontakte zu Partnern und Investoren vermittelt“, sagte Andreas Förster. Wendy Schmidt, US-amerikanische Philanthropin und Präsidentin der The Schmidt Family Foundation, hielt eine inspirierende Keynote zur transformativen Kraft der Innovation. In den nachfolgenden Expertengesprächen diskutierten internationale Investoren, Start-ups und Führungskräfte aus der gesamten Wertschöpfungskette das kritische Thema der Umweltbelastung durch Kunststoffe und die Rolle von Innovationen bei der Beschleunigung des Übergangs zur Kreislaufwirtschaft. Ergänzt wurden die Sessions mit Vorträgen zu innovativen Neuerungen aus dem Kunststoffbereich.

Ein besonderes Highlight waren die Innovation-Showcases, bei denen 32 Start-ups ihre Ideen zur Bereitstellung neuer Produkte, nachhaltiger Chemie und neuen Materialien für die Kreislaufwirtschaft vor ausgesuchten Investoren präsentierten. Das junge Unternehmen mobius will Kunststoffabfälle beseitigen, indem Lignin (ein Abfallprodukt der Papier- und Biokraftstoffindustrie) zu biologisch abbaubaren und kompostierbaren Kunststoffen für die Landwirtschaft und Lebensmittelverpackungen umgewandelt wird. „Unsere Vision bei mobius ist: there is a wonder in waste. Wir konzentrieren uns auf die Kombination von nachhaltiger Chemie, Biologie und Technik mit einen auf Sozial- und Umweltaktivitäten ausgerichtetem Geschäftsmodell, um unseren Beitrag zu einer Kreislaufwirtschaft zu leisten“, sagte Tony Bova, Mitbegründer und CEO von mobius. „Das Investor-Forum wird uns ermöglichen, mit Partnern in Kontakt zu kommen, die uns dabei helfen wollen, eine wirklich zirkuläre Zukunft zu gestalten.“ Die Veranstaltung endete mit einem 1-zu-1-Speed-Dating, bei dem Gründer die Möglichkeit hatten, ihre Ideen persönlich den potenziellen Partnern vorzustellen. Im Rahmen der Veranstaltung unterzeichneten ISC3 und Think Beyond Plastic ein Memorandum of Understanding über ihre weitere Zusammenarbeit.

Weitere Informationen zum ISC3 Innovation Hub: Link

Quelle: Dechema Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V.