Scholz-Konzern 2013: Umsatz knapp 20 Prozent unter Vorjahreswert

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Quelle: Scholz Holding GmbH

Essingen — Ein sehr schwieriger europäischer Schrott-und Stahlmarkt sowie eine tiefgreifende Restrukturierung und Neuausrichtung haben im Geschäftsjahr 2013 die Umsatz- und Ertragslage des Scholz-Konzerns geprägt. Der Umsatz lag mit 3,75 Mrd. Euro um 19,5 Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahreswert; das operative Ergebnis (EBITDA) erreichte rund 125 Mio. Euro – die EBITDA-Marge bewegt sich mit 3,3 Prozent vom Umsatz weiterhin im oberen Bereich der Gesamtbranche in Europa.

Umfassende bilanzielle Wertberichtigungen aufgrund der Restrukturierung führten zu hohem Konzernverlust, beeinträchtigten jedoch nicht die Liquiditätslage. Die Veräußerung von Nicht-Kerngeschäften sowie der Investorenprozess zwecks Eigenkapitalerhöhung und Entschuldung liegen weiterhin im Zeitplan.

Oliver Scholz, CEO der Scholz AG, bilanzierte: „Das Jahr 2013 war sicherlich das schwerste in unserer Firmengeschichte. Die umfassenden Wertberichtigungen ermöglichen, dass sich die Scholz AG mit einem neuen Investor künftig unbelastet entwickeln kann. In operativer Hinsicht ist die Scholz Gruppe positiv ins neue Jahr gestartet und zeigte nach derzeitigem Kenntnisstand eine Belebung des Geschäfts im Januar 2014. Ungeachtet dessen wird das Jahr 2014 für Scholz, vor allem für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, noch einmal einen großen Kraftakt darstellen. Entscheidend ist aber, dass nun eine gute Basis gelegt ist, um die Restrukturierung zusammen mit unseren Geschäfts- und Finanzierungspartnern zum Erfolg zu führen.“

Die Tonnage belief sich 2013 auf 8,63 Mio. Tonnen. Das ist ein Rückgang um 14,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 10,08 Mio. Tonnen. Die rückläufige Tonnage ist sowohl markt-und konjunkturbedingt als auch Folge der Restrukturierung. Neben der geringeren Tonnage wirkte sich auch die rückläufige Preisentwicklung im europäischen Stahl-und Schrottmarkt auf den Konzernumsatz aus. Die Rohertragsmarge konnte aufgrund einer Konzentration auf margenstärkere Geschäfte trotz des Mengen-und Margendrucks von 15,1 Prozent auf 15,5 Prozent der Gesamtleistung verbessert werden, was auch die Wirksamkeit der eingeleiteten Maßnahmen bestätigt.

Bei dem Investorenprozess zur Erhöhung des Eigenkapitals sowie bei den laufenden Verkaufsprozessen für die Geschäftsbereiche Aluminium-Produktion und Edelbaustahl ist es das Ziel, noch in der ersten Hälfte des Jahres 2014 zu erfolgreichen Abschlüssen zu kommen. Alle drei Prozesse bewegen sich weiterhin im Rahmen der Zeitpläne.

Die vollständigen Geschäftszahlen können unter scholz-ag.de eingesehen werden.

Quelle: Scholz AG