Kasachstan und Aserbaidschan modernisieren ihre Abfallwirtschaft

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Müllfahrzeug (Foto: ©Gabi Schoenemann / http://www.pixelio.de)

Almaty (Kasachstan) / Baku (Aserbaidschan) — Im Januar 2014 hat die kasachische Regierung ein „Programm zur Modernisierung der Abfallwirtschaft bis 2050“ gebilligt. Rund 580 Mio. € sollen bis 2020 in die Branche fließen. Geplant ist, schrittweise Mülltrennung einzuführen, den Fuhrpark an Müllfahrzeugen zu erneuern und Müllverarbeitungsanlagen zu bauen. Die Hauptstadt Astana will 2014 mit Mülltrennung beginnen. In Kysylorda wurde ein Werk für die Entsorgung von Altreifen errichtet. Recycling ist in Kasachstan bislang nur wenig entwickelt, meldet Germany Trend & Invest.

In Kasachstan werden zurzeit weniger als 5 Prozent des Haushaltsmülls verarbeitet. Der Rest landet unsortiert auf den landesweit rund 4.500 Deponien. Von diesen entsprechen laut Regierungsangaben nur etwa 300 den geltenden Umwelt- und sanitären Standards. Ein Großteil der Müllhalden müsste geschlossen und rekultiviert werden.

Auch Kasachstans Nachbar Aserbaidschan ist vom Aufbau einer flächendeckenden Entsorgung der verschiedensten Abfallarten (Kunststoffe, Alteisen, Schrott, Elektronikschrott, Altpapier, gemischte Siedlungsabfälle wie Haus- und Restmüll, Bauschutt) noch ein gutes Stück entfernt. Die aserbaidschanische Regierung hat daher nachhaltige Abfallentsorgung zu einer ihrer wirtschaftspolitischen Prioritäten erklärt. Vor allem soll ein neuer Industriepark für Recycling Investoren in die Branche locken. Bei der Markterschließung hilft eine vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Unternehmerreise nach Baku. Diese Reise findet vom 18.bis 23.5.2014 statt und führt auch in das georgische Tiflis.

Den Kapitalbedarf für die Abfallentsorgung veranschlagen die Spezialisten des Staatlichen Komitees für Stadtplanung und Architektur im Zeitraum 2012 bis 2030 auf eine Größenordnung von etwa 875 Millionen €.

Weitere Informationen sind unter gtai.de (Kasachstan) und gtai.de (Aserbaidschan) erhältlich.

Quelle: Germany Trend & Invest