Auf Produktnutzung abstimmen: VDI ZRE fordert sachliche Debatte zu Obsoleszenz

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Quelle: VDI Zentrum Ressourceneffizienz

Berlin — Für eine Versachlichung der Debatte über Obsoleszenz hat sich Dr. Martin Vogt, Geschäftsführer des VDI Zentrums Ressourceneffizienz, auf der Konferenz des Netzwerks Ressourceneffizienz in Berlin ausgesprochen: Ziel im Sinne einer ressourceneffizienten Produktlebensdauer müsse es sein, die Produktnutzungsdauer und die technische Produktlebensdauer optimal aufeinander abzustimmen.

Auf einer längstmöglichen Produktlebensdauer zu bestehen, ohne den Produktlebenszyklus in Gänze zu betrachten, greife zu kurz, betonte Martin Vogt. Nur durch Neuentwicklungen und Überarbeitungen von Produkten sind Effizienzsteigerungen und technischer Fortschritt möglich. Ohne die Einbeziehung des gesamten Lebenswegs eines Produktes kann die optimale Produktlebensdauer nicht bestimmt werden.

Das Problem einer unnötig verkürzten Lebensdauer eines Produktes sollte im Sinne der Ressourcenschonung angegangen werden. Vor allem technische Geräte, die nicht reparierbar sind, tragen laut Vogt zum erhöhten Abfallvolumen und zur Verschwendung natürlicher Ressourcen bei. Der Ausfall einer Komponente führe in vielen Fällen dazu, dass das gesamte Produkt im Müll landet.

Unter Betrachtung des gesamten Produktlebenszyklus sei eine vorzeitige Außerbetriebnahme eines Produktes jedoch in einigen Fällen sinnvoll, um ressourceneffizientere Geräte-Nachfolger einsetzen zu können. Eine Waschmaschine nach neuestem technischen Standard verbraucht beispielsweise im Vergleich zu einem 15 Jahre alten Modell rund halb so viel Wasser.

Quelle: VDI Zentrum Ressourceneffizienz GmbH (VDI ZRE)