Index für Eisenerz und Stahlschrott um 7,5% gefallen; NE-Metalle um 4,1% verteuert

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Hamburg — Der HWWI-Rohstoffpreisindex sank im November im Vergleich zum Oktober in US-Dollar notiert um 8,3 Prozent und in Euro bewertet um 6,8 Prozent. Damit liegt er um 21,9 Prozent (in Euro: -15,6 Prozent) niedriger als noch vor einem Jahr. Im letzten Monat setzten die Rohölpreise ihre rasante Talfahrt fort. Auch beim Eisenerz waren kräftige Preisrückgänge zu verzeichnen, sodass der Index für Eisenerz und Stahlschrott um 9 Prozent (in Euro: -7,5 Prozent) nachgab. Dagegen entwickelten sich die NE-Metalle gegen den Trend fallender Preise bei den Industrierohstoffen und verteuerten sich um 2,5 Prozent (in Euro: +4,1 Prozent).

Der Anstieg des Index für NE-Metalle liegt hauptsächlich im gestiegenen Aluminiumpreis begründet. Während sich die übrigen NE-Metalle im Index in US-Dollar bewertet leicht verbilligten – so sanken die Preise von Blei, Kupfer und Zink jeweils um 0,6 Prozent (in Euro: +1 Prozent) – verteuerte sich Aluminium um 5,8 Prozent (in Euro: +7,6 Prozent). Eine höhere Nachfrage nach dem Leichtmetall, insbesondere aus dem Fahrzeugbau, und ein gesunkenes Angebot trugen hierzu bei. Seit Jahresbeginn summiert sich der Preisanstieg beim Aluminium auf 18 Prozent (in Euro: +29 Prozent).

Dagegen hat sich Eisenerz von Anfang Januar bis Ende November um 25 Prozent (in Euro: 18,2 Prozent) verbilligt. Alleine im Monat November notierte Eisenerz um rund 10 Prozent (in Euro: -8,6 Prozent) niedriger als noch im Monat davor und erreichte damit ein Fünfjahrestief. Der Eisenerzpreis sinkt, da große Eisenerzmengen aufgrund von Minenausweitungen insbesondere in Australien und Brasilien auf den Markt kommen. Gleichzeitig schwächte sich die Eisenerznachfrage ab, da die chinesische Wirtschaft mit geringeren Raten wächst als zuvor prognostiziert worden war. China ist der weltweit größte Nachfrager von Eisenerz, das für die Produktion von Stahl verwendet wird, der wiederum für den chinesischen Infrastrukturausbau und den Hausbau benötigt wird.

Der HWWI-Rohstoffpreisindex ist ein Produkt der HWWI Consult GmbH.

Quelle: Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut gemeinnützige GmbH (HWWI)