FSK-Arbeitsgruppe diskutierte Schaumstoffverwertung bei Sekisui Alveo

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Teilnehmer des FSK-Recyclingtreffen beim Besuch der Sekisui Alveo BS GmbH

Frankfurt/Stuttgart — Aktuelle Fragen der europäischen Abfallpolitik, des Kunststoff-Recyclings sowie der letzten Stufe des Altautogesetzes 2015: Darüber diskutierten die Vertreter der Arbeitsgruppe Verwertung im Fachverband für Schaumkunststoffe und Polyurethane e.V. (FSK) mit Vertretern des BKV, der Matratzenindustrie sowie der Interessengemeinschaft der thermischen Abfallbehandlungsanlagen in Deutschland e.V. (ITAD) bei einem Besuch von Sekisui Alveo in Bad Sobernheim. Das Unternehmen ist Hersteller von Polyolefin-Schaumstoffen und betreibt dort in direkter Nähe zur Schaumstoffproduktion auch eine Anlage zur Verwertung von Schaumresten aus der PE-Schaumstoffherstellung und -verarbeitung.

Wie Produktions- und Post Consumer-Abfall aus Kunststoffen verwertet wird und welche politischen Verwertungsziele in der Diskussion sind, stellte BKV-Geschäftsführer Rainer Mantel, dar. Dabei ging er unter anderem auf den kritisierten Vorschlag der EU-Kommission zur Änderung der Abfallrichtlinien mit seinen Auswirkungen auf die Verwertungsquoten ein.

Dass nicht für alle Anwendungen und Werkstoff-Kombinationen die stoffliche Verwertung machbar sei, zeigte Martin Treder, der  stellvertretende Geschäftsführer der ITAD . Er stellte Ökobilanzen und Verwertungswege vor und belegte damit, dass die energetische Verwertung energieeffizient und sinnvoll sei.

Auch für die Verwertung von gebrauchten Matratzen zähle die energetische Verwertung neben dem Downsizing zu den besten Verwertungswegen. Stoffliche Verwertungstechnologien im Sinne von Cradle to Cradle seien hier noch nicht verfügbar, so Dr. Leifeld, Geschäftsführer des Fachverbandes Matratzen-Industrie. „Wer möchte schon auf Teilen alter, verunreinigter Matratzen schlafen“, gab Leifeld zu bedenken. Wichtig seien Verwertungswege nicht nur innerhalb eines Produktkreislaufes. Deswegen erörterte der Matratzenverband mit dem FSK weitere Verwertungsmöglichkeiten im Rahmen der Polyurethananwendungen.

Bei dem Treffen der FSK-Arbeitsgruppe Verwertung wurden außerdem wesentliche Kriterien für Nachhaltigkeit in Unternehmen und Branchen erörtert. Der Nachhaltigkeitsbegriff, der oftmals noch als ein ganz unterschiedlich ausgelegtes Modewort mit wenig Aussagekraft benutzt wird, soll beim FSK in einem Konzept mit messbaren Kennzahlen aufgegriffen werden. Dazu plant der FSK, einen realitätsnahen Kriterienkatalog für Bereiche wie Arbeits-/Betriebsschutz, sicherer Umgang mit Chemie, Recycling usw. zu entwickeln, anhand dessen Unternehmen bewertet und ausgezeichnet werden können.

Quelle:  Fachverband für Schaumkunststoffe und Polyurethane e.V. (FSK)