IKB: Weltweiter Anstieg der Nachfrage nach Zink und Blei zu erwarten

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Bleigewichte (Foto: ©Harry256 / http://www.pixelio.de)

Düsseldorf — Die weltweite Zinknachfrage könnte 2014 um rund 5 Prozent ansteigen. Die Zink-Lagerbestände an der LME haben sich im dritten Quartal 2014 auf 0,67 Mio. t reduziert. Der Lagerbestand an der SHFE verminderte sich weiter auf 0,11 Mio. t. Die Bestände entsprechen nun dem Verbrauch von drei Wochen, was eine sehr gute Versorgung darstellt, urteilt die IKB Deutsche Industriebank in ihrer Rohstoffpreis-Information.

Die Bleinachfrage dürfte nach ihrer Einschätzung 2014 um etwa 1,5 Prozent zulegen. Die Bleivorräte an der LME haben sich bei rund 220.000 t stabilisiert, diejenigen an der SHFE (69.000 t) gingen ebenfalls seitwärts. Das absolute Niveau der Bestände entspricht damit unverändert dem Verbrauch von rund neun Tagen. Damit ist bei Blei die Versorgungssituation enger. Für 2014 ist ein kleiner Angebotsüberschuss von rund 35.000 t zu erwarten.

Die Zinkminenproduktion weitete sich in den ersten drei Quartalen 2014 um knapp 2 Prozent aus und dürfte im Gesamtjahr 13,3 Mio. t betragen. Die Raffinadeproduktion legte etwas stärker zu (+4,2 Prozent). Der Verbrauch stieg dagegen wesentlich stärker an (+7,5 Prozent), sodass sich ein Angebotsdefizit von gut 300.000 t ergab. In den letzten fünf Jahren waren dagegen regelmäßig Angebotsüberschüsse aufgetreten. Bei dem für 2014 projektierten Nachfrageanstieg von etwa 5 Prozent dürfte es im Gesamtjahr zu einem Angebotsdefizit um 400.000 t kommen. Die Lagerbestände sind jedoch ausreichend, um extrem hohe Preissprünge zu verhindern. Die IKB sieht daher für den Zinkpreis bis Ende des ersten Quartals 2015 eine Bewegung um eine Marke von 2.200 US-$/t mit einer Schwankungsbreite von 200 US-$.

Die Bleiminenproduktion reduzierte sich bis Ende September 2014 um 5 Prozent. Die Raffinadeproduktion stieg infolge vermehrten Recyclings um knapp 2 Prozent, der Verbrauch erhöhte sich um 1 Prozent. Bei Blei ergab sich dadurch ein kleiner Angebotsüberschuss (12.000 t). Insgesamt erwartet die IKB für 2014 einen weltweiten Nachfragezuwachs von 1,5 Prozent, wobei der chinesische Verbrauch überproportional wachsen wird. Die Automobilproduktion trägt den Nachfragezuwachs 2014 in Europa. Insgesamt dürfte sich der Markt 2014 weitgehend ausbalanciert darstellen; ein geringes Angebotsdefizit (ca. 20.000 t) ist möglich. Daher sieht die IKB bis Ende März 2014 eine Bewegung um 2.100 US-$/t mit einer Bandbreite von 200 US-$. Derzeit erwartet die Bank keine größeren Lieferstörungen.

Quelle: IKB Deutsche Industriebank