Getränkeverpackungen: Ökobilanz je nach Schutzfunktion und Konsumverhalten

1555
Bierflaschen (Foto: Aktionsforum Glasverpackung)

Zürich / Basel — Im Auftrag der Abteilung Abfall und Rohstoffe des Bundesamtes für Umwelt hat die Carbotech AG rund 60 verschiedene Getränkeverpackungen (Alu- und Weissblechdosen, PET- und PE-Flaschen, Einweg- und Mehrweg-Glasflaschen, PE-Beutel, Bag-in-Box, Stahltanks und Getränkekartons) von sieben Getränketypen (Bier, Fruchtsäfte, Eistee, Süssgetränke, Milch, Mineralwasser und Wein) mittels Ökobilanzierung untersucht und verglichen.

Im Vergleich weisen die allermeisten der Verpackungen eine Umweltbelastung von 50 bis 200 Umweltbelastungspunkten pro Liter Getränk auf. Nur Einweg-Glasflaschen fallen mit deutlich höherer Umweltbelastung ab.

Getränkeverpackungen mit einer eher tiefen Umweltbelastung weisen als Charakteristik auf, dass sie leicht oder mehrmals verwendbar sind. Der Nutzen des Recyclings ist stark materialabhängig. Daher ist eine hohe Recyclingquote alleine noch keine Garantie für eine ökologische Getränkeverpackung. Getränkeverpackungen mit einer eher höheren Umweltbelastung zeichnen sich meistens dadurch aus, dass sie eher schwer sind und nur einmal genutzt werden.

Das Fazit der Untersuchung, die in Heft 5/2014 der Umwelt Perspektiven abgedruckt ist: „Wesentlich sind die Inhalte und damit die Schutzfunktion der Getränkeverpackungen sowie das Konsumverhalten.“

Der vollständige Bericht über „Ökobilanzierung von Getränkeverpackungen“ ist unter getraenkekarton.ch zu finden.

Quelle: Verein Getränkekarton-Recycling Schweiz