1. Braunschweiger Umweltkongress: Know- How der Recyclingwirtschaft zu Rate ziehen

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Braunschweigs Oberbürgermeister Ulrich Markurth auf dem 1. Braunschweiger Umweltkongress (Foto: Alba Group)

Braunschweig — In puncto Recycling, Umwelttechnik und Bürgerengagement ist Braunschweig Vorreiter in Niedersachsen – und zugleich ein Modell für ganz Deutschland. Das stellten die Referenten auf dem 1. Braunschweiger Umweltkongress heraus, der heute im Schloss Braunschweig stattfand.

„Das Modell in Braunschweig ist so erfolgreich, weil es auf Sorgfalt, moderner Technologie und partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit der Stadt basiert. Dieser Dreiklang ist für Ressourceneffizienz auf regionaler Ebene unabdingbar. Die Wirtschaft, vor allem aber die Politik, kann und sollte sich auf uns als Partner für Recycling und Umweltschutz verlassen und das vorhandene, gebündelte Know-how stärker zu Rate ziehen. Nur so lässt sich die bedeutende Rohstoffquelle Abfall vollständig und nachhaltig nutzen“, so Matthias Fricke, Geschäftsführer der ALBA Braunschweig GmbH.

Als eine der ersten Kommunen in Deutschland hat Braunschweig Anfang 2014 die Wertstofftonne eingeführt – und damit eine beispielhafte Kooperation für Entsorgung und Recycling etabliert. In der hochmodernen Sortieranlage von ALBA werden rund 140.000 Tonnen Material pro Jahr zu zwölf sortenreinen Sekundärrohstofffraktionen verarbeitet. Durch Investitionen von insgesamt 50 Millionen Euro in den Standort Braunschweig trägt ALBA darüber hinaus zum langfristigen Erhalt und Ausbau von Arbeitsplätzen bei – und zu stabilen Müllgebühren, deren Teuerungsrate unter dem Bundesdurchschnitt liegt.

ALBA Braunschweig richtete den 1. Braunschweiger Umweltkongress anlässlich der Europäischen Woche der Abfallvermeidung im Braunschweiger Schloss aus. Unter dem Titel „Kreislaufwirtschaft 2020“ diskutierten führende Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik den Fortschritt der Recyclingwirtschaft in Niedersachsen – darunter Ulrich Markurth, Oberbürgermeister Braunschweigs, Dr. Thomas Rummler, Ministerialdirigent für Kreislaufwirtschaft im Bundesumweltministerium, Dr. Heike Buschhorn, Ministerialrätin für Produktverantwortung und Abfallvermeidung im Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz und Prof. Dr.-Ing. Klaus Fricke, Technische Universität Braunschweig – über zunehmende Rohstoffverknappung.

Geplant ist, den Kongress als jährliche umweltpolitische Veranstaltung in Niedersachsen zu etablieren, die den Austausch zwischen Politik, Wissenschaft und Wirtschaft im Sinne einer ganzheitlichen Kreislaufwirtschaft fördern soll.

Quelle: ALBA Group