Baden-Württemberg: 5 Prozent mehr Sonderabfälle in 2013

2299
Quelle: Sonderabfallagentur Baden-Württemberg GmbH

Fellbach — Die SAA Sonderabfallagentur Baden-Württemberg GmbH (SAA) hat die Ergebnisse des Jahres 2013 veröffentlicht. Im Zahlenreport „SAA-Daten 2013“ sind die  Daten zur innerdeutschen Entsorgung von gefährlichen Abfällen sowie den grenzüberschreitenden Verbringungen sowohl gefährlicher als auch nicht gefährlicher Abfälle zusammengefasst.

Danach fielen im Jahr 2013 in Baden-Württemberg rund 1,69 Millionen Tonnen gefährliche Abfälle direkt bei Erzeugern an. Diese Summe enthält das Ergebnis der Auswertung der Begleitdokumente (Aufkommen: 1,60 Mio. t) und der der SAA vorgelegten sonstigen Mengennachweise bei einer Freistellung vom Nachweisverfahren (83.177 t).

Die aus den Begleitdokumenten bestimmte Menge gefährlicher Abfälle hat gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent zugenommen. Für das Aufkommen an produktionsspezifischen Sonderabfällen (780.718 t) war mit einer Zunahme von rund 11.500 t bzw. zwei Prozent mehr als im Vorjahr keine wesentliche Änderung zu verzeichnen. Die Menge an gefährlichen Bau- und Abbruchabfällen (761.244 t) ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fast 65.000 t bzw. 9 Prozent gestiegen. Für mengenbedeutsame Abfallarten wie teerhaltiger Straßenaufbruch, belasteter Boden, Gleisschotter und Altholz sind beträchtliche Zunahmen zu verzeichnen. Bei den Entsorgungsverfahren bildet die Behandlung von Abfällen einen deutlichen Schwerpunkt, während der Anteil der Abfallverbrennung relativ gering ist.

Der überwiegende Teil der Abfälle, die grenzüberschreitend verbracht wurden, waren nicht gefährliche Abfälle. Im Jahr 2013 wurde für die Exportmengen eine steigende Tendenz registriert, während für die Importströme eine geringfügige Reduzierung festgestellt wurde. Die in Baden-Württemberg erzeugte und zur Entsorgung ausgeführte Menge lag bei 507.167 t, die eingeführte Menge lag bei 402.694 t. Beim Export von nicht gefährlichen Abfällen aus Baden-Württemberg sind besonders folgende Abfallströme zu nennen: Siedlungsabfälle und Sortierreste von Gewerbeabfällen, die in Verbrennungsanlagen in der Schweiz entsorgt werden, sowie gemischter Bauschutt, der nach Recyclingmaßnahmen in Frankreich wieder eingesetzt werden kann. Fast drei Viertel der importierten Abfälle werden behandelt. Die in Baden-Württemberg entsorgten Abfälle stammen hauptsächlich aus der Schweiz, Frankreich und Österreich.

Weitere Informationen sind unter saa.de erhältlich.

Quelle: Sonderabfallagentur Baden-Württemberg GmbH