SPÖ-EU-Abgeordnete: EU-weite Begrenzung von Einweg-Plastikbeuteln in Sicht

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Einwegtüte (Foto: ©Ralph Aichinger/Pixelio)

Wien, Österreich – Vorgestern einigten sich die EU-Institutionen auf einen Kompromiss zur geplanten Reduktion von Wegwerf-Plastiktüten auf EU-Ebene. „Die Weltmeere sind voll mit Plastikmüll. Riesige Müllinseln treiben auf den Gewässern und gefährden Ökosysteme und Fischbestände. Insbesondere die leichten Einweg-Plastiksackerl gehören drastisch reduziert, um die angeschlagene Umwelt zu schützen“, erklärte Karin Kadenbach, SPÖ-EU-Abgeordnete und Mitglied im Umweltausschuss des EU-Parlaments am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

„Vergangene Woche hatte es noch schlecht für einen Kompromiss der EU-Gesetzgeber bezüglich der Plastiksackerl ausgeschaut, insbesondere innerhalb der neuen EU-Kommission gab es Bedenken. Nun ist aber eine Einigung da“, ist Kadenbach erfreut. „In der EU werden jährlich pro Kopf rund 200 Einwegsackerl verwendet, obwohl es genügend Alternativen gibt. Bis 2019 soll mit der Neuregelung der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch auf 90 Stück und bis 2025 auf 45 Stück reduziert werden“, erklärt Kadenbach und fügt hinzu: „Bei rund 500 Millionen EU-BürgerInnen macht das schon einen gewaltigen Unterschied!“

Die EU-Mitgliedsstaaten sollen die Wahl haben, ob sie verbindliche Ziele zur Reduzierung von Plastiktüten einführen wollen oder ob für die Tüten bezahlt werden soll.

„Jetzt sind der Rat und das EU-Parlament an der Reihe, die geplante Maßnahme zur Müllreduzierung in einen rechtlichen Rahmen zu gießen“, betonte die Abgeordnete. Bereits im Januar hatte sich eine klare Mehrheit der EU-Abgeordneten für die Begrenzung der Plastikbeutel ausgesprochen. „Wir müssen unseren Müll nachhaltig reduzieren und Umwelt und Meere sauber halten. Mit einer starken Verringerung der Einweg-Plastiksackerl können wird hier einen großen Beitrag leisten. Noch besser wäre aber natürlich ein Aus der Plastiksackerl gewesen“, resümiert Kadenbach.

Quelle: APA-OTS