Metalle unter REACH: WVM plädiert für transparentes Risiko-Management-System

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REACH-Diskussions-Veranstaltung (Quelle: WVM, BAuA)

Berlin — Über die Bedeutung der REACH-Verordnung für die Nichteisen-Metallindustrie haben rund 180 Experten in Dortmund diskutiert. Die Veranstaltung am 10. November wurde von der WirtschaftsVereinigung Metalle (WVM) und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) organisiert.

Die WVM-Expertin Dorothea Steiger plädierte in ihrem Vortrag für ein klares und transparentes Risiko-Management-System. Für die Auswahl der Maßnahmen müsse ein risikobasierter Ansatz gelten. Zudem müssten bereits geregelte Rechtsgebiete beachtet werden.

Mehrere Referenten machten in Ihren Vorträgen auch auf gesellschaftspolitische Zielkonflikte aufmerksam. Nichteisen-Metalle und Metallverbindungen seien essentiell für viele Produktionsprozesse und Werkstoffe. Wer Nichteisen-Metalle auf die REACH-Kandidatenliste setze oder für die Zulassung unter REACH priorisiere, müsse auch bedenken, dass  z.B. die Metalle dringend notwendig fürWindräder oder Batterien für E-Mobilität seien.

WVM-Experte Martin Wieske begrüßte, dass das Bundesarbeitsministerium eine Einbeziehung der Arbeitsschutzerfahrungen im REACH-Verfahren befürwortet. Ebenso positiv sei, dass das Ministerium auf den Dialog zwischen Politik und Industrie setze, wenn es zum Beispiel um übergeordnete Fragen wie zum Recycling geht.

WVM und BAuA wollen ihre Zusammenarbeit zum Thema REACH fortsetzen. Für den 16. März 2015 ist eine weitere Veranstaltung in Dortmund zum Thema Energiewende und REACH geplant.

Quelle: WirtschaftsVereinigung Metalle (WVM)