Mayr-Melnhof Gruppe rechnet mit verhaltenerer Verpackungsnachfrage

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Quelle: Mayr-Melnhof Karton AG

Wien — Die Mayr-Melnhof Gruppe konnte sich auch im dritten Quartal 2014 in einem flachen gesamtwirtschaftlichen Umfeld solide behaupten und dadurch die ersten drei Quartale 2014 mit einem Wachstum sowohl bei Umsatz als auch Ergebnis abschließen. Wesentlichen Anteil daran hatte die Kartondivision, welche von Produktivitätssteigerungen und niedrigeren spezifischen Kosten profitierte, während die Packagingdivision in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld durch Mengenzuwachs das gute Ergebnisniveau des Vorjahres halten konnte.

Als Folge des abgeschwächten Privatkonsums ist auf Sicht auch mit verhaltenerer Verpackungsnachfrage in Europa zu rechnen. Bei andauernder Entwicklung wird dies verstärkten Preisdruck bringen.

Ergebnisanstieg in der Kartondivision

Die konsolidierten Umsatzerlöse des Konzerns beliefen sich auf 1.571,0 Mio. € und lagen damit um 4,9 Prozent bzw. 73,9 Mio. € über dem Vorjahreswert (Q1-3 2013: 1.497,1 Mio. €). Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf eine Mengensteigerung in der Packagingdivision sowie den Umsatz des im Vorjahr erworbenen norwegischen Holzstoffwerks in der Kartondivision zurückzuführen. Mit 136,5 Mio. € konnte ein betriebliches Ergebnis um 4,8 Prozent bzw. 6,3 Mio. € über dem Vergleichswert des Vorjahres (Q1-3 2013: 130,2 Mio. €) erzielt werden. Ein deutlicher Ergebnisanstieg in der Kartondivision geht mit einem stabilen Ergebnisverlauf in der Packagingdivision einher.

Impulse aus der Gesamtwirtschaft fehlten

Wie bereits in den beiden Vorquartalen haben auf den Karton- und Faltschachtelmärkten auch im dritten Quartal Impulse aus der Gesamtwirtschaft gefehlt. Kurzfristige Disposition der Kunden und hohe Wettbewerbsintensität setzten sich dadurch fort. Dennoch gelang es in beiden Divisionen mit einer soliden Mengenentwicklung Marktanteile zu behaupten bzw. auszubauen.

Die Kapazitäten der Kartondivision waren mit 99 Prozent voll ausgelastet (Q2 2014: 98 Prozent; Q3 2013: 99 Prozent). Die Durchschnittspreise konnten stabil gehalten werden. In der Packagingdivision gelang es durch Volumengewinne wieder das Ergebnis der Vorjahresperiode zu erzielen.

Die Operating Margin von MM Karton belief sich auf 7,8 Prozent nach 8,0 Prozent im zweiten Quartal 2014 und 10,3 Prozent im dritten Quartal 2013, wobei letzteres den Einmalertrag aus der Akquisition der MMK FollaCell inkludierte. Die Operating Margin von MM Packaging lag bei 9,0 Prozent (Q2 2014: 7,9 Prozent; Q3 2013: 9,2 Prozent).

In Q4 schlechteres Ergebnis als in Q3 erwartet

Angesichts der schwachen Konjunkturentwicklung auf den europäischen Kernmärkten erwartet die Gruppe auch zunehmend verhaltene Nachfrage für Verpackungen. Bei andauernder Entwicklung wird dies verstärkte Wettbewerbsintensität mit wachsendem Druck auf die Verkaufspreise zufolge haben. Dennoch sind die Beschaffungsmärkte stabil, wodurch der Anspannungsgrad zur Margenbehauptung kontinuierlich ansteigt. Maßnahmen zur Erhöhung von Produktivität und Kosteneffizienz bleiben darauf gerichtet, die Ertrags- und Wettbewerbskraft der Gruppe auch in einem absehbar schwierigerem Marktumfeld solide zu halten. Infolge des Umbaustillstands der großen Kartonmaschine in Frohnleiten für Foodboard sowie saisonalbedingt ist für das vierte Quartal mit einem Ergebnis unter dem dritten Quartal zu rechnen.

Quelle: Mayr-Melnhof Karton AG