UN-Welttoilettentag: Menschenrecht auf sanitäre Versorgung

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World Toilet Day (Source: United Nations)

Berlin — Mehr als 2,6 Milliarden Menschen weltweit haben keinen Zugang zu sanitärer Grundversorgung. Vor allem in weniger entwickelten Ländern sind Infektionskrankheiten – verursacht durch fehlende Sanitäreinrichtungen und mangelnde Hygiene – ein ernstzunehmendes Problem. Mobile Sanitäreinrichtungen können einen Beitrag leisten, die Lebensqualität von Menschen ohne Zugang zu fest installierten Toilettenanlagen zu erhöhen, die Verbreitung von Krankheiten zu verhindern und die Umwelt zu schützen, erklärt der BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V. anlässlich des Welttoilettentages der Vereinten Nationen am 19. November.

BDE-Präsident Peter Kurth: „Der Welttoilettentag rückt ein Problem in den Fokus, dessen Tragweite für uns in Deutschland schwer vorstellbar ist. Während hierzulande mobile Sanitäranlagen das bestehende Netz lediglich ergänzen, können sie andernorts die Lücken in der sanitären Grundversorgung schließen. Sie leisten dabei nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Gesunderhaltung, sondern auch zum Schutz natürlicher Ressourcen.“

In Deutschland und Europa werden mobile Sanitäreinrichtungen vor allem auf Baustellen und anlässlich öffentlicher Veranstaltungen eingesetzt. Der Vorteil dieser recycelbaren, langlebigen Mobiltoiletten liegt darin, dass sie flexibel als temporäre oder saisonale Einrichtung einsetzbar sind. Vor allem entfällt dort, wo sie nur zeitweise benötigt werden, der Bau fester Toilettenanlagen. Gleichzeitig werden das Grundwasser sowie die Tier- und Pflanzenwelt vor dem Eintrag ungeklärter Abwässer bewahrt.

„In Deutschland regelt die DIN-Norm EN 16194 Mindest-Qualitätsvorgaben über die nötige Anzahl von Kabinen bei öffentlichen Veranstaltungen. Weltweit jedoch haben über 2,6 Milliarden Menschen keinen Zugang zu einer gesundheitlich unbedenklichen sanitären Versorgung. Immer noch sterben täglich etwa 6.000 Kinder an den Folgen von Durchfallerkrankungen. Mobile Toiletten und Sanitäreinrichtungen können – verbunden mit dem sicheren und bezahlbaren Zugang zu sauberem Trinkwasser – helfen, Hygienestandards an Orten sicherzustellen, an denen es keine fest installierten Sanitäranlagen gibt“, so Sandra Giern weiter.

Das Menschenrecht auf Sanitärversorgung besteht seit 2010. Die Vereinten Nationen haben es neben dem Recht auf einwandfreies und sauberes Trinkwasser in der Resolution 64/292 verankert.

Quelle: BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V.