Erneuter WVM-Präsident Bell fordert Belastungsmoratorium für Industrie

1200
WVM-Präsident Oliver Bell (Foto: WirtschaftsVereinigung Metalle e.V.)

Köln — Hydro-Konzernvorstand Oliver Bell ist als Präsident der WirtschaftsVereinigung Metalle bestätigt worden. Der Vorstand der WVM wählte ihn auf einer Sitzung in Köln einstimmig für eine neue Amtszeit. Bell wurde zum ersten Mal vor zwei Jahren als Nachfolger von Ulrich Grillo zum Präsidenten der WVM gewählt.

In seiner Rede forderte Bell ein Belastungsmoratorium für die Industrie. „Die Verschärfungen in der Energie- und Klimapolitik sind das falsche Signal zu dieser Zeit. Sie sorgen für Unsicherheit bei den Unternehmen und belasten die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Industrie. Das ist Gift für Investitionen.“ Bell appellierte an die Politik, für stabile und verlässliche Rahmenbedingungen zu sorgen.

Nach wie vor gebe es einen politischen Mechanismus, neue Belastungen einzuführen, um danach wieder zu entlasten. „Unsere Branche muss dadurch jedes Mal und in jedem Einzelfall belegen, was die neuen Belastungen im internationalen Wettbewerb für uns bedeuten. Wir müssen aufpassen, dass das Prinzip von Regel und Ausnahme nicht umgekehrt wird: Dann wäre industrielle Produktion nicht mehr grundsätzlich erlaubt, sondern nur noch im Ausnahmefall.“

Oliver Bell (56) ist seit 2009 Konzernvorstand (Executive Vice President) für Rolled Products im Vorstand der Norsk Hydro ASA. Bell leitet auch den Aufsichtsrat der Hydro Aluminium Rolled Products GmbH und der Hydro Aluminium Deutschland GmbH sowie der Aluminium Norf GmbH. Er ist zudem Vorsitzender der Unternehmensinitiative Metalle pro Klima.

Quelle: WirtschaftsVereinigung Metalle e.V.