F&S: Abfallwirtschafts-Dienstleistungen mit globalem Umsatz von 600 Mrd. € in 2020

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Quelle: Frost & Sullivan

Frankfurt am Main — Gesetzliche Verordnungen, die eine Abkehr von konventionellen Mülldeponien ermöglichen und wertschöpfende Segmente wie das Recycling in den Fokus rücken, verleihen dem weltweiten Markt für Dienstleistungen in der industriellen Abfallwirtschaft Dynamik. Die Einführung innovativer Entsorgungslösungen in der Industrie wird in denjenigen entwickelten Volkswirtschaften am stärksten bleiben, die neue gesetzliche Regelungen und Rechtsvorschriften für die industrielle Abfallwirtschaft erfolgreich eingeführt haben.

Laut der aktuellen Studie von Frost & Sullivan mit dem Titel „Global Industrial Waste Management Services Market” erwirtschaftete der globale Markt für Dienstleistungen in der industriellen Abfallwirtschaft einen Umsatz von 387,40 Milliarden Euro im Jahr 2013 und wird voraussichtlich auf 750,09 Milliarden US-Dollar (600 Mrd. € ) im Jahr 2020 anwachsen.

Eine intelligente industrielle Abfallwirtschaft wird zum entscheidenden Faktor in den modernen Wirtschaftssystemen, da Vormaterial immer teurer wird und die Kosten für Transport,  Abfallbehandlung und -entsorgung stetig steigen. Der Fokus richtet sich nunmehr auf die Verringerung der Müllerzeugung sowie auf die Reduzierung von Kohlenstoffdioxid als auch des Wasserverbrauchs.

Moderne Abfallbehandlung – zusätzliches Wachstum

„Die Vorteile einer Kreislaufwirtschaft, die auf einer nachhaltigen industriellen Abfallwirtschaft ruhen, hat Unternehmen dazu veranlasst, effiziente Abfallsammel- und verarbeitungssysteme zu realisieren, die das Umsatzwachstum im Markt anfachen”, sagt Frost & Sullivan Energy & Environmental Research Analystin, Monika Chrusciak. „Die Bevorzugung einer modernen Abfallbehandlung, wie innovative Sammel- und Sortier-, Recycling- und Verbrennungssysteme mit damit verbundener Energiegewinnung, sorgen für zusätzliches Wachstum im Markt.”

Innovative Systeme zur Sammlung und Verarbeitung werden insbesondere in einem Szenario an Bedeutung gewinnen, in dem gemischte industrielle Abfälle einen geringen wirtschaftlichen Wert darstellen und eines übermäßigen Maßes an Arbeit und Zeit bedürfen, um bestimmte Parameter zu erfüllen. Überdies werden sich die langfristigen Kostenersparnisse durch die interne Reduzierung von Abfall sowie die Gewinnung wertvoller Sekundärrohstoffe auf Dauer als Segen erweisen.

Risiko für Investoren bei Unbeständigkeit

Obwohl die Schwellenländer vorläufige, gesetzliche Strukturen im Hinblick auf eine nachhaltige industrielle Abfallwirtschaft etabliert haben, stellt die mangelnde Beständigkeit in Bezug auf staatliche Wegweiser ein erhebliches Risiko für Investoren dar. Die Abfallwirtschaft in den Entwicklungsländern ruht auf kostengünstigen Mülldeponien, da moderne Verarbeitungstechnologien mit einem hohen Kostenaufwand und spezifischen Kenntnissen für einen effektiven Betrieb verbunden sind. Nichtsdestotrotz wird die rasche Industrialisierung in diesen Regionen dazu führen, dass große Müllmengen produziert werden. Sowohl die Industrie als auch die Regierungen werden dazu gedrängt, effiziente Müllverarbeitungsanlagen sowie die dazugehörige Infrastruktur anzulegen.

„Tatsächlich werden die Entwicklungsländer fast die Hälfte des Umsatzes im globalen Markt für Dienstleistungen in der industriellen Abfallwirtschaft generieren”, versichert Frau Chrusciak. „Der Asien-Pazifik-Raum und insbesondere China werden eine Vielzahl an Möglichkeiten für Marktteilnehmer bereit halten, während neue Verfahren zur Müllaufbereitung entwickelt werden.”

Weiteren Informationen zu dieser Studie sind per Email an Julian Borchert, Corporate Communications: julian.borchert@frost.com zu erfragen.

Quelle: Frost & Sullivan