HWWI-Rohstoffpreisindex für Industrie-Rohstoffe um 2,8 Prozent gesunken

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Hamburg — Besonders fallende Metallpreise während des Oktobers führten dazu, dass der HWWI-Rohstoffpreisindex für Industrierohstoffe um 2,8 Prozent (in Euro: -1,1 Prozent) sank. Der Index für NE-Metalle gab dabei um 3,5 Prozent (in Euro: 1,7 Prozent) und der für Eisenerz/Stahlschrott um 3,4 Prozent (in Euro: 1,6 Prozent) nach.

Im Oktober verbilligten sich alle im Rohstoffpreisindex enthaltenen Nichteisen-Metalle in US-Dollar. In einem Umfeld schwächerer globaler Konjunkturzahlen verbilligte sich neben Zinn und Blei, deren Preise um 5,8 Prozent (in Euro: -4,2 Prozent) beziehungsweise um 4,1 Prozent (in Euro: -2,3 Prozent) nachgaben, vor allem Nickel um 12,9 Prozent (in Euro: -11,3 Prozent). Ein abgeschwächtes Wirtschaftswachstum insbesondere in China wirkt sich negativ auf die konjunktursensible Nachfrage nach Metallen aus.

Bei Nickel kam noch zusätzlich als preissenkender Faktor hinzu, dass sich die Angebotssituation besser als zuvor erwartet herausstellte. Ab Januar bis zum Hochstand im Mai dieses Jahres war der Nickelpreis um gut 52 Prozent (in Euro: +51,8Prozent) angestiegen. Die Marktteilnehmer befürchteten eine extreme Angebotsverknappung, da die indonesische Regierung einen Exportstopp auf Nickelerze verhängte. Bis dahin war Indonesien der weltweit größte Exporteur von Nickelerzen.

Der indonesische Exportstopp zielte darauf ab, die Wertschöpfungsstufen bei der Nickelerzeugung auszudehnen und so stärker an der Weiterverarbeitung der Nickelerze zu verdienen. Jedoch trat die befürchtete Angebotsverknappung nicht ein. Die Philippinen konnten ihre Nickelproduktion stärker als vorhergesehen ausdehnen und so dazu beitragen, die drohende Angebotslücke zu schließen. Damit gelang es den Philippinen, Indonesien als größten Exporteur von Nickelerzen nach China abzulösen. In der Folge entspannte sich der Nickelmarkt, was sich in sinkenden Preisen widerspiegelte. Im Vergleich zum Hochstand Mitte Mai notierte Nickel Ende Oktober um 25,3 Prozent (in Euro: -18,3 Prozent) niedriger.

Quelle: Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut gemeinnützige GmbH (HWWI)