Neue Anforderungen durch RoHS2 – 2011/65/EU und WEEE2 – 2012/19/EU

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Elektroschrott (Foto: O. Kürth)

Eppishausen — Gleich zwei europäische Richtlinien stellen neue Anforderungen an den Umgang mit Elektroaltgeräten (WEEE2 – 2012/19/EU) und fixiert Beschränkungen von bestimmten gefährlichen Stoffen in Elektro- und Elektronikprodukten (RoHS2 – 2011/65/EU).

Konkret bedeutet die RoHS2:

  • Erweiterung des Geltungsbereichs – seit 22.07.2014 sind auch Medizingeräte (Kat. 8) und Überwachungs-/ Kontrollinstrumente (Kat.9) unmittelbar von den Stoffbeschränkungen betroffen. Ab dem 22. Juli 2019 unterliegen alle Elektro- und Elektronikgeräte der RoHS-Richtlinie, außer diese sind explizit ausgenommen.
  • Erweiterung der Stoffbeschränkung nach Anhang II ist absehbar. In der Diskussion stehen insbesondere Phthalate.
  • CE-Kennzeichnungspflicht und technische Dokumentation.

Die WEEE2 erfordert:

  • Registrierungspflicht im Fernabsatz und Bennennung eines Bevollmächtigten im Ausland.
  • Neue Sammel- und Verwertungsquoten auch für Medizingeräte.
  • Klärung des Geltungsbereichs, u.a. im Bereich ortsfester Großanlagen und Werkzeuge.

Für Unternehmen, die von diesen Regelungen betroffen sind oder sein könnten,  bieten Fraunhofer IPA und die RENE AG Know-how und Unterstützung an. Sie helfen bei der Evaluierung der Betroffenheit durch die oben genannten Gesetze bis hin zur Begleitung von Projekten für die Umsetzung und Implementierung der aus den Anforderungen resultierenden Verpflichtungen.

Weitere Informationen zum Themenschwerpunkt RoHS vermittelt Sylvia Wahren, Tel: 0711 970 1115, E-Mail: sylvia.wahren@ipa.fraunhofer.de, zum Themenschwerpunkt WEEE Helmut Minor, Tel.08266-86 93 707, E-Mail: helmut.minor@rene-europe.com.

Quelle: RENE AG