Studie: Potenzial der Ressource Holz bestmöglich stofflich nutzen

1637
Bauholz (Foto: ©Andreas Hermsdorf /http://www.pixelio.de)

Wien — Holz ist einer der wichtigsten nachwachsenden Rohstoffe für die Substitution fossiler Rohstoffe. Umso entscheidender ist die nachhaltige Nutzung der Ressource Holz. In einer neuen Studie haben ExpertInnen des österreichischen Umweltbundesamtes Umwelt- und Wertschöpfungseffekte der stofflichen und energetischen Nutzung von Holz analysiert. Wird Holz zukünftig in deutlich höherem Ausmaß als bisher als erneuerbarer Energieträger eingesetzt, steigt der Nutzungsdruck auf die europäischen Holzressourcen. Wirtschaftliche Schwierigkeiten für die stoffliche und energetische Nutzung sind die Folge.

„Holz ist eine wichtige Ressource für die Energiewende. Umso wichtiger ist es, das Potenzial der stofflichen Nutzung hinsichtlich Wertschöpfung und Umwelteffekten bestmöglich auszuschöpfen, bei der energetischen Nutzung Effizienzkriterien bei der Energieumwandlung zu verbessern, und nicht zuletzt den Energieverbrauch insgesamt zu senken,“ empfiehlt Dr. Jürgen Schneider aus dem Umweltbundesamt. Die Studie „Effiziente Nutzung von Holz. Kaskade versus Verbrennung“ wurde vom Umweltbundesamt im Auftrag der Mondi AG, Zellstoff Pöls AG und Laakirchen Papier AG erstellt.

„Eine sichere, wettbewerbsfähige und nachhaltige Verfügbarkeit von Holz ist unabdingbar für die österreichische Papierindustrie. Die auch gesetzlich verankerte Priorisierung der kaskadischen Nutzung dieses wertvollen Rohstoffes – also veredeln vor verbrennen –  ist letztlich auch eine Standort entscheidende Frage. Die vorliegende Studie stellt die Wertschöpfungs- und Umwelteffekte von stofflicher und energetischer Nutzung von Holz einander gegenüber. Sie liefert uns damit wertvolle Aussagen zur nachhaltigen Nutzung von Holz im Interesse von Wirtschaft und Umwelt. Die ebenfalls in der Studie enthaltenen Aussagen zu Optimierungspotentialen in den geltenden Fördersystemen für Ressourcen- und Energieeffizienz sind vor allem im Hinblick auf das Ökostromgesetz von besonderer Brisanz“, so Mag. Peter J. Oswald, CEO Mondi Europe & International.

Dr. Kurt Maier, CEO der Zellstoff Pöls AG, ergänzt: „Die fertiggestellte Studie zeigt sehr klar, wie Holz im Zusammenwirken von stofflicher und energetischer Nutzung eingesetzt werden soll. Die österreichische Zellstoff- und Papierindustrie hat diesem Umstand bereits in den letzten Jahren Rechnung getragen und umfangreiche Investitionen getätigt, um die Wertschöpfungskette für den wertvollen Rohstoff sowohl stofflich als auch energetisch zu erhöhen. Dass dafür aber die gesetzlichen Rahmenbedingungen im Sinne einer Planungs- und damit Investitionssicherheit für die Zellstoffindustrie in Österreich fehlen, wird in der Studie ebenfalls sehr deutlich dargestellt.“

Die Studie steht unter umweltbundesamt.at zum Download zur Verfügung.

Quelle: Umweltbundesamt, Österreich