bvse: Recycling ist Deutschlands Beitrag gegen Klimaerwärmung

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Quelle: bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V.

Bonn — Der Klimaerwärmung ist eindeutig, und es ist äußerst wahrscheinlich, dass der menschliche Einfluss die Hauptursache der beobachteten Klimaänderung war. Das hat der Klimarat in seinem jüngst veröffentlichten Sachstandsbericht deutlich gemacht. Allerdings, so betont Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: „Wir kennen die Werkzeuge, um die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen“.

Eines dieser Werkzeuge ist nach Ansicht des bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung das Recycling. Wenn Abfälle recycelt und nicht deponiert oder verbrannt werden, wird Kohlendioxid gespart und damit das Klima geschützt. Rohstoffe, die aus Abfällen gewonnen werden, müssen nicht äußerst energieaufwändig in Bergwerken gewonnen werden. Wenn Stahl, Papier, Kunststoffe oder Glas aus Schrott, Altpapier, Altkunststoffen oder Altglas hergestellt werden, wird wesentlich weniger Energie benötigt, als wenn Primärrohstoffe eingesetzt werden.

bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock: „Recycling gegen Klimaerwärmung ist machbar. Wir haben in Deutschland noch erhebliches Potenzial, um mehr Abfälle zu recyceln und damit einen aktiven Beitrag zu mehr Klimaschutz zu leisten.“

Der bvse mahnt deshalb ein ambitioniertes Wertstoffgesetz mit deutlich höheren Recyclingquoten als bisher vorgeschrieben an. Konkret sieht Rehbock die Einführung einer Wertstofftonne als Beitrag zu mehr Recycling. Er geht davon aus, dass damit bis zu sieben Kilogramm wertvoller Stoffe pro Einwohner und Jahr erfasst werden könnten, die bisher ungenutzt in der Restmülltonne landen. Durch ein richtig ausgestaltetes Wertstoffgesetz könnten bis zu 750.000 Tonnen/Jahr CO2 eingespart werden.

Gerade im Bereich des Kunststoffrecyclings böten sich für Deutschland neue Chancen den anspruchsvollen Klimaschutzzielen näher zu kommen. So berichtet bvse-Vizepräsident Herbert Snell von einer Studie, die Forscher der Hochschule Magdeburg-Stendal erstellt haben: Sie stellt fest, dass jede Tonne Recyclingkunststoff, die anstelle vergleichbarer Neuware zum Einsatz kommt, spezifisch zwischen 1,45 und 3,22 Tonnen klimarelevante Treibhausgase in Form von CO2-Äquivalenten vermeidet.

Quelle: bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V.