VKU startet Umfrage zur Klärschlamm-Entsorgung und Phosphor-Rückgewinnung

1422
Verband kommunaler Unternehmen
Quelle: Verband kommunaler Unternehmen

Berlin — Zahlreiche kommunale Abwasserentsorger erarbeiten derzeit Strategien zur Klärschlamm-Entsorgung, um die Vorgaben der Düngemittel-Verordnung ab Anfang 2015 umzusetzen. Zudem führt die anhaltende Diskussion zur Novelle der Klärschlammverordnung zur Umsetzung des Koalitionsvertrags dazu, dass Abwasserentsorgungs-Unternehmen ihre Klärschlammentsorgung kritisch unter die Lupe nehmen.

Der VKU hat diese Entwicklungen aufgegriffen und eine Umfrage gestartet, die die Einschätzung der kommunalen Unternehmen zu diesen Entwicklungen abfragt. Das Ergebnis der Umfrage wird Anfang 2015 in einem Auswertungsbericht zusammengefasst, der allen VKU-Mitgliedsunternehmen zur Verfügung gestellt wird.

Hintergrund der Befragung in der VKU-Mitgliedschaft ist die geplante Novelle der Klärschlammverordnung. Das Bundesumweltministerium (BMUB) arbeitet derzeit an einem Verordnungsentwurf, der nach derzeitigem Stand im ersten Quartal 2015 vorgelegt werden soll. Mit der Verordnung sollen die Vorgaben des Koalitionsvertrags, aus der landwirtschaftlichen Klärschlammverwertung auszusteigen und eine verpflichtende Phosphorrückgewinnung einzuführen, vollständig umgesetzt werden.

Nach Plänen des Ministeriums soll für den Ausstieg eine zehnjährige Übergangsfrist vorgesehen werden. Im Anschluss soll nahtlos eine Pflicht zur Phosphorrückgewinnung bestehen. Das Ministerium plant zudem, eine Bagatellgrenze festzulegen, die bei 10.000 Einwohnerwerten liegen soll.

Quelle: Verband kommunaler Unternehmen