Deutscher Umweltpreis 2014 an Unisensor-Gründer Krieg verliehen

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Prof. Gunther Krieg (l.) nimmt aus den Händen des Bundespräsidenten seine Auszeichnung entgegen. (Foto: © DBU/Peter Himsel)

Kassel — Der Deutsche Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) ist zum 22. Mal vergeben worden. Aus den Händen von Bundespräsident Joachim Gauck nahm der Wissenschaftler und Gründer der Firma Unisensor Sensorsysteme, Prof. Dr.-Ing. Gunther Krieg (72, Karlsruhe), den höchstdotierten, unabhängigen Umweltpreis Europas in Empfang. Die DBU würdigte mit dem Preis das jahrzehntelange außergewöhnliche Engagement der Preisträger für das Einsparen von Energie und den Schutz wertvoller Ressourcen. Sein Preisgeld: 245.000 Euro.

Vor rund 1.200 Festgästen – darunter Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks und Hessens Umweltministerin Priska Hinz – betonte Gauck, Kriegs Sensoren machten Schadstoffe sichtbar und gäben das nötige Wissen, um Umweltschäden zu vermeiden und wertvolle Ressourcen wiederzuverwenden.

Der Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, Dr. Heinrich Bottermann, würdigte das Werk Kriegs mit den Worten: „Mit seinen innovativen, weltweit einmaligen Mess- und Analysesystemen setzt Krieg seine Vision, das weltweite Verschwenden wertvoller Ressourcen einzudämmen, in die Realität um. Engagiert und mutig hat er den Schritt von der Wissenschaft in die Wirtschaft gewagt und Meilensteine im produktionsintegrierten Umweltschutz gesetzt. Mit seinen revolutionären Verfahren können wertvolle Kunststoffe auf einem höheren Qualitätsniveau wiederverwertet und Chemikalien etwa im Offsetdruck genauer dosiert und eingespart werden – eine große Entlastung für die Umwelt und eine vielversprechende Aussicht für die Zukunft.“

Gunther Krieg unterstrich seine Vision, durch die von ihm entwickelten Technologien und die vielfältigen Einsatzfelder seiner Sensorsysteme die Ressourcen der Erde bewahren helfen zu wollen. Wenn etwa durch seinen „Schnüffler“ ein und dieselbe Flasche rund zwanzigmal wiederverwendet werden könne, werde der Rohstoff Öl geschont und die Umwelt viel geringer belastet. Das sei möglich und auch wirtschaftlich, man müsse es nur tun. Denn „alles, was nicht wirtschaftlich ist, geht nicht, weil es niemand macht“. Auch die Auswirkungen auf den Treibhauseffekt seien enorm. Wenn seine Maschinen weltweit etwa 700.000 Tonnen Kunststoff recycelten, sei das so „als würde ich 700.000 Autos von der Straße nehmen, deren Treibhausgase, Kohlendioxid nicht mehr in die Atmosphäre gelangt“.

Weitere Informationen und Einzelheiten über Gunter Kriegs Werk und Unisensor Sensorsysteme sind unter dbu.de erhältlich.

Quelle: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)