BAFU legt neue Vollzugshilfe für Abwasserreinigungsanlagen vor

1490
Klärschlamm-Behandlung (Foto: VKU)

Bern, Schweiz — Eine neue Vollzugshilfe des Schweizer Bundesamtes für Umwelt (BAFU) konkretisiert die Anforderungen der Gewässerschutz-Gesetzgebung bezüglich Betrieb und Kontrolle der Abwasserreinigungsanlagen. Sie erläutert den fachgerechten Betrieb, die einheitlich durchzuführende Eigenkontrolle, die Erhebung relevanter Daten und den Umgang mit ausserordentlichen Ereignissen im Einzugsgebiet oder im Betrieb.

In der Schweiz reinigen über 800 zentrale Abwasserreinigungsanlagen das anfallende Schmutzwasser nach einem hohen technischen Standard und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zum Gewässerschutz. Im Vordergrund stehen heute die Erfordernisse, den Wert und die Leistungsfähigkeit dieser Anlagen zu erhalten sowie die betrieblichen und organisatorischen Abläufe zu optimieren. Um auf zukünftige Herausforderungen wie Bevölkerungswachstum oder den Zuzug von Gewerbe- und Industriebetrieben gewappnet zu sein, kann die Erweiterung der Kläranlagen hinsichtlich Kapazität sowie der Einbau weiterer Reinigungsstufen notwendig sein.

Damit die ARA fachgerecht betrieben werden kann und eine einheitliche Kontrolle sichergestellt ist, konkretisiert die neue Vollzugshilfe die festgelegten Anforderungen der Gewässerschutzverordnung (GSchV, SR 814.201), unterstützt die kantonalen Behörden beim Vollzug und trägt zu einem ressourcenschonenden, wirtschaftlichen Gewässerschutz bei.

„Betrieb und Kontrolle von Abwasserreinigungsanlagen. Vollzugshilfe für zentrale Abwasserreinigungsanlagen“ kann unter bafu.admin.ch kostenfrei heruntergeladen werden.

Quelle: Bundesamt für Umwelt BAFU