WVM zu EU-Klimazielen: Weitere Verluste an Investitionen drohen

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Quelle: WirtschaftsVereinigung Metalle e.V.

Berlin — Der Hauptgeschäftsführer der WirtschaftsVereinigung Metalle (WVM) Martin Kneer hält die Einigung des EU-Rats zur Klimapolitik für ein schwieriges Signal. „Man kann nicht auf der einen Konferenz über Wachstum und Reindustrialisierung  sprechen und auf der anderen hohe Hürden für genau diese Ziele aufbauen. Mit diesen Zielen droht der Standort Deutschland weitere Investitionen zu verlieren. Die Industrie in Europa droht ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit einzubüßen.“

Die Nichteisen-Metallindustrie habe die spezifischen CO2-Emissionen bereits um ein Drittel gesenkt. „Wir arbeiten weiter daran, noch emissionsärmer und effizienter zu produzieren. Aber wir müssen auch die physikalischen Grenzen im Auge behalten“, so Kneer. „Wir brauchen auf der Weltklimakonferenz in Paris einen gemeinsamen Weg, der international gegangen wird und keine europäischen Alleingänge“, so der Hauptgeschäftsführer der WVM.

Die WirtschaftsVereinigung Metalle (WVM) vertritt die wirtschaftspolitischen Anliegen der Branche. Die 660 Unternehmen der Nichteisen-Metallindustrie erwirtschafteten im ersten Halbjahr 2014 einen Umsatz von 22 Milliarden Euro. In der Branche arbeiten rund 108.000 Beschäftigte.

Quelle: WirtschaftsVereinigung Metalle (WVM)