Grünen-Fraktion stellt Kleine Anfrage über Atommüll-Lager an Bundesregierung

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Bundestag (Foto: ©lillysmum / http://www.pixelio.de)

Berlin — Wie viele Castor-Behälter mit abgebrannten Brennelementen oder verglasten Abfällen aus der Wiederaufarbeitung derzeit in welchen deutschen Zwischenlagern gelagert werden, interessiert die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Außerdem möchte sie mittels einer Kleinen Anfrage (18/2897) erfahren, welche Atommüllfässer welchen Typs und Fassungsvermögens sich aktuell in den deutschen Atommülllagern befinden, welchen Inhalt diese haben und von wem sie stammen. Die Fraktion möchte so einen bundesweiten und umfassenden Überblick über die konkrete Atommüllsituation in Deutschland bekommen.

In der Begründung der Anfrage wird auf die Rostfass-Problematik eingegangen, die nach Ansicht der Grünen-Fraktion ein grundsätzliches Problem in Deutschland darstellt: „Es gibt keinen umfassenden offiziellen Überblick über den gesamten deutschen Atommüll-Bestand. Aufgrund der Eigenheiten der Bundesauftragsverwaltung, nach der in Deutschland die Atomaufsicht praktiziert wird, ist Detailwissen oft auf verschiedene Länderbehörden verteilt. Zweitens verschaffen selbst diese sich nicht immer Detailwissen, sondern lediglich der Betreiber eines Interims-, Puffer- oder Zwischenlagers für Atommüll verfügt darüber.“

Die Grünen-Fraktion will daher wissen, ob es mittlerweile möglich ist, für den gesamten deutschen Atommüllbestand gebindescharf anzugeben, wie jeweils der Gebindezustand ist. Sie fragt unter anderem danach, vom wem die Abfälle jeweils stammten und was „jeweils ihre (falsche) Deklaration und ihr tatsächlicher Gebindeinhalt“ war. Und sie möchte unter anderem erfahreen, jeweils welche jährlichen Kosten  in den letzten zehn Jahren die Zwischenlager verursacht haben, die vom Bund bzw. von bundeseigenen Unternehmen oder von vom Bund getragenen Einrichtungen betrieben verursacht wurden.

Quelle: Deutscher Bundestag