13. Industrieforum Pellets: 90% deutscher Pellets aus Holzeinschnitt-Spänen

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Quelle: Deutscher Energieholz- und Pellet-Verband e.V.

Berlin — Zum größten Fachforum rund um das Thema Heizen mit Pellets wurden am 14. und 15. Oktober 2014 im Berliner Congress Center über 300 Teilnehmer aus 29 Ländern begrüßt. Andreas Lingner, Vorsitzender des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbands e.V. (DEPV), einem der Träger des 13. Industrieforum Pellets, bezeichnete Deutschland als den richtigen Ort dafür: „Mit nahezu 350.000 Pelletfeuerungen haben wir weltweit den am weitesten entwickelten Wärmemarkt für diesen modernen Energieträger“, sagte Lingner. „Dennoch könnte die Energiewende deutlich schneller vorankommen, wenn es besser gelänge, den Menschen die Bedeutung des Heizungstauschs näherzubringen. Hier ist neben der Branche selbst auch die Politik gefordert, nachhaltig für den Einsatz erneuerbarer Wärme zu werben.“

Durch den Einbau einer modernen Pelletfeuerung kann der CO2-Ausstoß so deutlich reduziert werden wie mit keiner anderen Maßnahme im Privatbereich. Dazu, so Lingner, rentiere sich die Investition deutlich innerhalb der Nutzungszeit. Die Fördertöpfe im Marktanreizprogramm seien voll, die Investition in eine Pelletheizung werde verlässlich mit hohen Förderzuschüssen belohnt – und das bei einem investitionsfreundlich niedrigen Zinsniveau. Dennoch stagniere der Markt in Deutschland mit jährlich rd. 600.000 Sanie- rungen schon länger. „Wir müssen den Heizungstausch im Bewusstsein des Verbrauchers als lohnende Maßnahme verankern – und die Pelletfeuerung als eine attraktive und sinnvolle Option dafür.“

Pelletproduktion und Inlandsbedarf (Quelle: DEPI)
Pelletproduktion und Inlandsbedarf (Quelle: DEPI)

Als effiziente Wärmequelle mit einem hervorragenden Emissionsverhalten – und am besten mit Solarthermie kombiniert – stellen Pellets ihre Zukunftsfähigkeit bereits heute unter Beweis. Hierzu gehört auch die sehr gute Rohstoffversorgung der Pelletproduktion. Lingner verwies auf die aktuellen Ergebnisse der Bundeswaldinventur 3, die eine nachhaltige Versorgung mit dem heimischen und nachwachsenden Rohstoff Holz belegen. Mit einer Pelletproduktion von über 2 Mio. Tonnen steht Deutschland europaweit an der Spitze der Erzeugerländer. Hierzu trage neben wachsenden Holzvorräten auch die hohe Sägewerksdichte bei. Rund 90 Prozent der heimischen Holzpresslinge würden aus den im Sägewerk beim Holzeinschnitt anfallenden Spänen erzeugt und seien nach ENplus zertifiziert. Da nicht alle heimisch produzierten Holzpellets im Inland verbraucht werden, ist Deutschland seit Jahren Nettoexporteur: Im ersten Halbjahr 2014 betrug der Außen- handelsüberschuss 116.000 Tonnen.

Mit Blick auf die bevorstehende Heizsaison sind die Pelletlager in Deutschland gut gefüllt. „Der Winter kann kommen“, hört man von Pelletproduzenten und aus dem Handel. Auch preislich sind die Holzpresslinge zu Herbstbeginn wie gewohnt eine gute Alternative zu fossilen Energien. Der Preisvorteil gegenüber Heizöl liegt konstant bei über 30 Prozent. Aktuell sind Pellets über 10 Prozent günstiger als im Vorjahr. Außerdem sind Pelletheizer unabhängig vom Bezug fossiler Energien aus den Krisenregionen dieser Welt.

Quelle:  Deutscher Energieholz- und Pellet-Verband e.V.