HWWI-Preisindex: schlechte Konjunktur-Aussichten, rückläufige Metallpreise

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Hamburg — Im September sank der HWWI-Rohstoffpreisindex im Vergleich zum Vormonat um 4,2 Prozent auf US-Dollar-Basis und in Euro um 1,1 Prozent. Getrieben wurde der Rückgang vor allem durch sinkende Rohölpreise. Der Index für Industrierohstoffe sank mit dem Trend allgemein niedrigerer Rohstoffpreise um 3,2 Prozent (in Euro: -0,1 Prozent). Zu diesem Rückgang trugen vor allem ein niedrigerer Eisenerzpreis, der um 11,2 Prozent (in Euro: -8,3 Prozent) sank, und niedrigere Preise für NE-Metalle bei. Der Index für NE-Metalle gab dabei um 2,1 Prozent (in Euro: +1 Prozent) nach.

Ähnlich dem Preisrückgang beim Öl, verbilligten sich die Metalle im letzten Monat ebenfalls. So sank der Index für NE-Metalle um 2,1 Prozent (in Euro: +1 Prozent), während der Index für Eisenerz und Stahlschrott um 7 Prozent (in Euro: -4 Prozent) nachgab. Aufgrund der schlechteren weltweiten Konjunkturaussichten verbilligten sich in US-Dollar bewertet alle im Rohstoffpreisindex enthaltenen Metalle. Besonders gaben Zinn mit 5,3 Prozent (in Euro: -2,2 Prozent) und Blei mit 5,2 Prozent (in Euro: -2,1 Prozent) nach.

Beim Zinn wurden die Preisrückgänge dadurch ausgelöst, dass das Angebot trotz der indonesischen Exportrestriktionen höher als zunächst erwartet ausfiel, während die Nachfrage aus der Elektronikindustrie schwach blieb. Blei, das zu einem großen Anteil für die Herstellung von Autobatterien verwendet wird, und Eisenerz litten unter der gestiegenen Befürchtung, dass das chinesische Wirtschaftswachstum zunehmend an Schwung verlieren könnte. Eisenerz notiert als Folge so niedrig wie seit mehreren Jahren nicht mehr und Ende September lag der Eisenerzpreis um gut 41 Prozent (in Euro: 37 Prozent) unter seinem Stand von vor einem Jahr. Neben der abgeschwächten chinesischen Nachfrage drückte auch ein stark ausgedehntes Eisenerzangebot aus Australien und Brasilien den Eisenerzpreis nach unten.

Quelle: Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut gemeinnützige GmbH (HWWI)