Abgeordnete und Kreisbeigeordneter besuchen ALBA in Lustadt

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Thomas Gebhart (6. v. links), Volker Hardardt (1. v. links), Christine Schneider (3. v. links), Dietmar Seefeldt (4. v. links) u. Martin Brand (8. v. links) mit Eric Schweitzer (5. v. links), Foto: Wahlkreisbüro Dr. Thomas Gebhart

Lustadt — Der Bundestagsabgeordnete Dr. Thomas Gebhart hat sich in Lustadt bei ALBA Electronics über das Recycling von Elektroschrott informiert. Eric Schweitzer, der Vorstandsvorsitzende der ALBA Group, führte über den 30.000 qm² großen Recyclingstandort, an dem 60 Mitarbeiter beschäftigt sind.

Lustadt ist der zentrale Standort der ALBA Group für die Wiederaufbereitung von Klein-Elektroschrott. Christine Schneider MdL und Martin Brandl MdL sowie Kreisbeigeordneter Dietmar Seefeldt und Ortsbürgermeister Volker Hardardt nahmen ebenfalls teil. „Es war mir wichtig, mir ein Bild zu verschaffen, wie Elektroschrott in der Praxis recycelt wird. Gerade vor dem Hintergrund, dass in den nächsten Wochen das Elektrogesetz fortentwickelt wird“, so Gebhart. Schweitzer betonte, dass Deutschland beim Elektroschrott-Recycling gegenüber den skandinavischen Ländern aufholen müsse. Bisher gebe es für die Erstbehandlung von Elektro-Schrott keine ausreichenden Qualitätsvorgaben. Dies müsse zentraler Punkt einer Novellierung des Gesetzes werden, um weitere Rohstoffe aus dem Elektro-Schrott zurückgewinnen zu können.

In Lustadt recycelt die ALBA Group jährlich 50.000 Tonnen Elektro-Kleingeräte und 10.000 Tonnen Bildschirme. „Zentrales Ziel der Kreislaufwirtschaft ist die Rohstoffrückgewinnung und der Schutz der Umwelt“, so Schweitzer. „Bereits heute werden aus gebrauchten Elektrogeräten wertvolle Sekundärrohstoffe für den Einsatz in der Industrie gewonnen. Recyclingunternehmen stellen eine professionelle und fachgerechte Verwertung sicher“, so Gebhart. Schweitzer und Gebhart sind sich einig: „ Wir müssen Abfälle als Rohstoffe begreifen. Die Kreisläufe stärker schließen macht viel Sinn.“ Das Bundesumweltministerium arbeitet derzeit an der Überarbeitung des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (ElektroG). Die Rückgabe von alten Elektrogeräten soll neu geregelt werden. Ziel ist es, die enthaltenen Rohstoffe besser wiederzuverwenden. „Alte Elektrogeräte gehören nicht in den Restmüll oder in den Keller, sondern in zertifizierte Wiederaufbereitungsanlagen. In den Schubladen der Bundesrepublik lagern rund 106 Millionen Althandys. Jeder der sein altes Handy ordnungsgemäß zurückgibt, schont Ressourcen und verhindert illegale Elektroschrottexporte ins Ausland“, so Gebhart abschließend.

Quelle: Dr. Marcus Menzel/Wahlkreisbüro Dr. Thomas Gebhart