CO2-Recycling als Herausforderung für eine nachhaltige Chemie

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Quelle: nova-Institut

Hürth — In den letzten Jahren ist das Interesse an Kohlendioxid als potentiellem Rohstoff in der Industrie zunehmend gewachsen. Neue Technologien des CO2-Recyclings sowie seine Verwendung als Grundstoff für die Herstellung von Polymeren und Kraftstoffen entwickeln sich dynamisch und mit erstaunlicher Geschwindigkeit. Die dritte englischsprachige Konferenz des nova-Instituts zum Thema „Carbon Dioxide as Feedstock for Chemistry and Polymers“ vom 2. – 3. Dezember im „Haus der Technik“ in Essen präsentiert die neuesten Entwicklungen, aktuelle Forschungsergebnisse und Produkte führender Unternehmen.

Im Gesamtkontext der CCU (Carbon Capture and Utilization) liegt ein besonderer Fokus auf dem Thema Energie aus CO2. In den letzten Jahren hat sich vor allem im Bereich der Power-to-Gas-Technologien, mit denen Kraftstoffe und Energieträger auf Basis von CO2 entwickelt und produziert werden sollen, einiges getan. Doch auch aktuelle Rahmenbedingungen zur Förderung von CO2-basierten Produkten, die Gewinnung und Aufreinigung des Ausgangsmaterials und der notwendigen Energieträger, in der Regel Wasserstoff, sowie die Verwendung von CO2 in der Chemie- und Kunststoffindustrie sind bedeutende Themengebiete der Konferenz.

Rahmenbedingungen wie die politischen Voraussetzungen für CO2-basierte Produkte und Nachhaltigkeitsvisionen sind unabdingbar für die Entwicklung der CO2-Ökonomie. Einen Überblick hierzu geben etwa Peter Styring vom CO2Net (UK), Lothar Mennicken vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, BMBF, Michael Carus vom nova-Institut sowie David Addison von Virgin Earth Challenge (UK).

Im Bereich der SolarFuel- und Power-to-Gas-Technologien wurden sehr aktiv technische Voraussetzungen zur effektiven Überführung von Kohlendioxid in Kraftstoff geschaffen. In diesem Zusammenhang vermittelt die Konferenz Einblicke in Technologien zur CO2-Abscheidung und –Reinigung wie auch in die Wasserstofferzeugung. Unternehmen wie Linde Engineering (DE), Climeworks (CH), sunfire (DE) und  Hydrogenics Europe (NL) wie auch das europäische Forschungsprojekt SOLAROGENIX sind hierzu in Essen vertreten. Neben Dänemarks Technischer Universität, einem Vorreiter in der Power-to-Gas-Technologie,  präsentieren auch die Firmen NewCO2Fuels (IL), LanzaTech (NZ), bse engineering (DE) und die Phytonix Corporation (USA) ihre aktuellen Ergebnisse.

Zusätzlich zu CO2 –basierten Kraftstoffen werden die Produktionsprozesse der  Chemikalien und Polymere aus CO2 im Mittelpunkt stehen. Beiträge hierzu thematisieren die natürliche und künstliche Photosynthese, Chemikalien und Grundbausteine sowie Polymere und Materialien auf Basis von CO2. Weltmarktführer Novomer (USA) und die deutsche Bayer MaterialScience zeigen ihre neuesten Anwendungsbereiche, während Econic Technologies (UK)), Liquid Light Corporation (USA) und Avantium (NL) die weiteren Produktionsprozesse für CO2-basierte Chemikalien darstellen werden. Guido Saracco vom Polytechnikum Turin aus Italien rundet das Thema mit einer Präsentation seiner Forschungsarbeiten zur künstlichen Photosynthese in der Kraftstoffproduktion ab.

Die Konferenz in Essen wird eine der größten Veranstaltungen zum Thema CCU im Jahr 2014 sein. Bis zu 300 Teilnehmer aus Industrie und Forschung werden erwartet.

Aktuelle Informationen zum Konferenzprogramm unter: www.co2-chemistry.eu/programme

Quelle: nova-Institute GmbH