Südafrika baut die Wiederverwertung mit steigenden Recyclingraten aus

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Foto: Katharina Wieland Müller / pixelio.de

Johannesburg (gtai) — Auch ohne gesetzliche Vorschriften wird Recycling in Südafrika zu einem wichtigen Thema. Um Kosten zu sparen, greifen Industrieunternehmen verstärkt zum Einsatz von Wertstoffen. Basierend auf privaten Initiativen entwickelte sich ein beachtlicher Recyclingsektor. Die Volumina sollen in den kommenden Jahren weiter wachsen. Zurzeit herrscht sogar ein Mangel an wiederverwertbaren Stoffen. Die Einführung von Mülltrennung in den Haushalten soll Abhilfe schaffen.

Die Abfallwirtschaft Südafrikas erlebte in den letzten Jahren durch private Initiativen und Unternehmen einen tiefgreifenden Wandel hin zu mehr Recycling und Wiederverwertung. Das vorhandene Potenzial ist bei weitem noch nicht ausgeschöpft und bietet gute Geschäftschancen für deutsche Lieferanten sowie Beratungsdienstleister. Gebraucht werden insbesondere Lösungen für bessere Mülltrennungssysteme, denn Recyclingunternehmen berichten über einen Mangel an qualitativ guten Wertstoffen, die wiederverwendet werden können.

Flächendeckende Mülltrennungs- und Abholungssysteme sind bislang in Südafrika nicht existent. Die kommunalen Abfallentsorger stellen in der Regel nur eine Tonne zur Verfügung, in der alles gesammelt wird. Die Müllfahrzeuge laden die Abfälle direkt auf den zahlreichen Deponien des Landes ab – sofern überhaupt die Müllabfuhr kommt, denn 36 % der Bevölkerung sind noch immer nicht an die formelle Abfallentsorgung angeschlossen und müssen ihren Müll selbst auf illegalen Halden entsorgen.

Weitere Informationen sind unter gtai.de erhältlich.

Quelle: Germany Trade & Invest