BMUB: 738.000 Euro an Bayer zur Wiederverwendung von Prozessabwässern

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Wasserrohre (Foto: ©MGrossmann /http://www.pixelio.de)

Berlin — Das Bundesumweltministerium fördert die Einführung eines innovativen Verfahrens zur Reduzierung von Umweltbelastungen zur Kreislaufführung natriumchloridhaltiger Prozessabwässer. Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, übergab den Zuwendungsbescheid an die Bayer MaterialScience AG in Krefeld-Uerdingen. Das Pilotvorhaben zum Klima- und Ressourcenschutz wird mit 738.000 Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm uunterstützt.

Die Bayer MaterialScience AG plant am Standort Krefeld-Uerdingen die Errichtung einer industriellen Pilotanlage zur Kreislaufführung natriumchloridhaltiger Prozessabwässer. Zusätzlich zur bisherigen Behandlung sind dort nun weitere Aufbereitungsschritte installiert, mit denen sich salzhaltige Abwässer so weit reinigen lassen, dass sie für den erneuten Einsatz zur Verfügung stehen und in der Elektrolyse wieder als Rohstoff eingesetzt werden können. Dies trägt zur Ressourcenschonung bei, da durch die Wiederverwertung des Abwassers in der Elektrolyse so pro Jahr bis zu 30.000 Tonnen Natriumchlorid und 400.000 Tonnen vollständig entsalztes Wasser eingespart werden können.

Diese Verfahrensoptimierung unterstützt zudem den Klimaschutz. Denn mit der Verringerung des Ressourceneinsatzes geht eine Reduzierung von 6.200 Tonnen CO2-Equivalent pro Jahr einher.

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit