WVM und BAuA organisieren Dialog-Veranstaltung zu „Metalle und REACH“

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Quelle: WirtschaftsVereinigung Metalle e.V.

Berlin — Die WirtschaftsVereinigung Metalle organisieren gemeinsam mit der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin für den November eine Dialogveranstaltung zum Thema „Metalle und REACH“. Denn Nichteisen-Metalle (NE-Metalle) und ihre Verbindungen stehen vielfach im Fokus von REACH-Regulierungen. Dies ist auf ihre hohen Produktionsmengen, ihre weite industrielle und gewerbliche Verbreitung und ihre zum Teil gefährlichen Eigenschaften zurückzuführen. Erste Stoffe unterliegen schon der Zulassungspflicht oder sind von Beschränkungen betroffen. Weitere Metallverbindungen werden aktuell in diese Verfahren eingespeist oder in der Stoffbewertung betrachtet, um Risiken abzuklären. Damit sind die Produzenten  von Metallen und ihren Verbindungen sowie die nachgeschaltete Wertschöpfungskette  von allen REACH-Prozessen betroffen.

Zudem werden viele Metalle bereits anderweitig reguliert. Eine Zwischenbilanz zeigt, dass sich in der gesamten Wertschöpfungskette das Zusammenspiel mit den Anforderungen der REACH-VO komplex gestaltet. Recycling ist in diesem Zusammenhang ein wichtiges Thema, das viele Fragen aufwirft. Eine weitere Herausforderung für die Industrie ist, dass die angestrebte  Substitution in vielen Bereichen aktuell nicht oder nur unter großem Aufwand umsetzbar  ist. Im Zentrum der Veranstaltung „Metalle und REACH“ stehen daher mögliche Konsequenzen für die industrielle Produktion durch REACH-Regularien und der Austausch über Lösungswege zu einem effektiven Vorgehen.

Schon auf der Kandidatenliste

So stehen beispielsweise Chromtrioxid und eine Reihe weiterer Chromate bereits im Anhang XIV (Liste der zulassungspflichtigen Stoffe). Um diese Stoffe weiter verwenden zu dürfen, müssen  bis zum 21. März 2016 Zulassungsanträge bei der Europäischen Chemikalien Agentur (ECHA) eingereicht sein. Cadmium und einige seiner Verbindungen sowie eine große Anzahl von Bleiverbindungen befinden sich schon auf der Kandidatenliste (SVHC) und können für die Aufnahme in den Anhang XIV priorisiert werden. Darüber hinaus gibt es für Blei, Cadmium und ihre Verbindungen bereits Beschränkungen. Weitere Beschränkungsvorschläge werden zurzeit diskutiert. Auch Beryllium wird im laufenden Verfahren der Stoffbewertung geprüft.

Ziel der Dialog-Veranstaltung ist der fachliche Austausch zwischen Behörden und Industrie. Die Behörden bringen Stoffe in die regulatorischen Verfahren der REACH-VO ein, wobei sie die hohen Schutzziele von REACH in den Vordergrund stellen. Von der Industrie werden die Konsequenzen dieses Vorgehens oft als unvereinbar mit der Unternehmensrealität wahrgenommen. Diese unterschiedlichen  Herangehensweisen bergen naturgemäß ein gewisses Konfliktpotential, das nur über eine offene und direkte Kommunikation ausgeglichen werden kann. Der Erfahrungsaustausch zwischen der nationalen Bewertungsstelle für Sicherheit und Gesundheitsschutz der Beschäftigten und der Industrie kann helfen, Problemfelder zu identifizieren und Maßnahmeoptionen für einen besseren Schutz der Beschäftigten zu entwickeln. In dieser Informations- und Dialogveranstaltung werden sie am Beispiel der Metalle angesprochen und diskutiert.

„Metalle und REACH“ findet am 10. November 2014 in der Stahlhalle der DASA in Dortmund statt. Anmeldeschluss ist der 27.10.2014. Die Teilnehmerzahl ist auf 250 Personen begrenzt; die Teilnehmergebühr beträgt 145,00 Euro. Weitere Informationen sind unter baua.de erhältlich.

Quelle: WirtschaftsVereinigung Metalle