7. German PV Market Briefing diskutierte deutsche Marktentwicklung

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Quelle: EuPD Research

Bonn/Frankfurt a.M. — Die „Renaissance des Solar-Großhandels“ und den zunehmenden Einfluss Europas auf die nationale Energiepolitik diskutierten Photovoltaikexperten beim 7. German PV Market Briefing am 5. Februar in Frankfurt am Main. Im schwierigen Marktumfeld der geplanten EEG-Änderungen in 2014 prognostiziert EuPD Research einen Zubau von 2,8 GW, getrieben durch ein stabiles Kleinanlagensegment. Auf Einladung des Markt- und Meinungsforschungsinstituts EuPD Research treffen sich einmal im Jahr die Entscheider der Branche zum Austausch über den deutschen Photovolatik-Markt.

Die Energiepolitik, darin sind sich die Experten der Tagung einig, wird zunehmend internationaler. Vorgaben für die nationale Energiepolitik kämen immer häufiger auch aus Brüssel, so der Tenor. Lösungen auf Ebene der Einzelstaaten seien nur bedingt möglich, um die drängensten Probleme der Branche zu lösen. Gerade die Europäische Union nehme immer mehr Einfluss auf die Umwelt- und Energiepolitik der Mitgliedsstaaten, wurde im Rahmen der Expertenrunde unterstrichen.

Kleinanlagensegment stabil

Martin Ammon, Senior Analyst von EuPD Research, unterstrich in diesem Zusammenhang, dass gerade die kleineren Segmente im Bezug auf die Marktanteile aufholen. Das Segment der Kleinanlagen von unter 10 kW verzeichne damit den geringsten Rückgang, während das Segment der Anlagen von über einem MW um 73 Prozent rückläufig sei. Dieser Trend, so Ammon, werde sich auch im laufenden Jahr fortsetzen.

EuPD Research prognostiziert für das Jahr 2014 einen Zubau von 2,8 GW in Deutschland. Treibendes und stabiles Segement bleibt das Kleinanlagensegment unter 10 kWp. Die Experten rechnen sogar mit einem leichten Anstieg in diesem Segment.

Vielversprechend: ganzheitliche Energiesysteme

Als besonders vielversprechend bewerteten die Experten übereinstimmend den Bereich der Energiespeicher. So unterstrich Dr. Thomas Olbrecht, Leiter der Abteilung Marktforschung von EuPD Research, dass eine Mehrzahl der Endkunden dem Thema Energeispeicher positiv gegenüber eingestellt sei. Aufgrund der hohen Preise und des noch fehlenden Vertrauens in die Technologie wären die Käufer allerdings bislang noch zurückhaltend. Dem Installateur kommt demnach eine Schlüsselrolle als Marktmittler im deutschen PV-Markt zu.

Anita Priller, Umweltschutztechnikerin und Solarteurin von April Solar, fordert ergänzend, dass auch Architekten, Installateure und der Großhandel stärker in die Systemplanungen und in die Aufklärung der Endkunden einbezogen werden müssten. Ganzheitliche Energiesysteme und eine Ersparniss für den Endkunden stehen im Mittelpunkt für den Endkunden. Auch Florian Abel, Mitglied der Geschäftsleitung der FR-Frankensolar GmbH, gab an, dass sich der Großhandel strategisch weiterentwickel müsse. Händler müssten künftig weit mehr sein als reine Fach-Großhandel und ihre Produktpalletten erweitern.

Quelle: PresseBox