IKB erwartet weltweit steigende Zink- und Blei-Nachfrage

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Zinkerz (Foto: Initiative Zink)

Düsseldorf — Die weltweite Zinknachfrage dürfte 2014 um gut 5 % zulegen. Die Zink-Lagerbestände an der LME haben sich im dritten Quartal 2014 bei 0,73 Mio. t stabilisiert. Der Lagerbestand an der SHFE reduzierte sich weiter auf 0,18 Mio. t. Die Bestände entsprechen nun dem Verbrauch von 24 Tagen, was eine sehr gute Versorgung darstellt. Das teilt die IKB Deutsche Industriebank in ihrer neuesten Rohstoffpreis-Information mit.

Die Bleinachfrage dürfte 2014 um etwa 3 % zulegen. Die Bleivorräte an der LME haben sich auf rund 220.000 t erhöht, diejenigen an der SHFE (71.000 t) waren weiter rückläufig. Das absolute Niveau der Bestände entspricht damit nun dem Verbrauch von rund neun Tagen. Damit stellt sich bei Blei die Versorgungssituation enger dar. Der kleine Angebotsüberschuss von rund 23.000 t im ersten Halbjahr 2014 ist hier kein nennenswerter Puffer.

Die Zinkminenproduktion weitete sich im ersten Halbjahr 2014 um 2,2 % aus und dürfte im Gesamtjahr 13,7 Mio. t betragen. Die Raffinadeproduktion legte etwas stärker zu (+3,5 %). Der Verbrauch stieg dagegen wesentlich stärker an (+7,7 %), sodass sich ein Angebotsdefizit von -235.000 t ergab. In den letzten fünf Jahren waren dagegen regelmäßig Angebotsüberschüsse aufgetreten. Bei dem für 2014 projektierten Nachfrageanstieg von etwa 5 % dürfte es im Gesamtjahr zu einem Angebotsdefizit um 130.000 t kommen. Die Lagerbestände sind jedoch ausreichend, um hohe Preissprünge zu verhindern. Die IKB sieht daher für den Zinkpreis bis Ende 2014 eine Bewegung um eine Marke von 2.300 US-$/t mit einer Schwankungsbreite von 200 US-$.

Die Bleiminenproduktion sank im ersten Halbjahr 2014 um knapp 5 %. Die Raffinadeproduktion reduzierte sich dagegen um 3,8 %; der Verbrauch verminderte sich im gleichen Umfang. Bei Blei ergab sich dadurch ein kleiner Angebotsüberschuss (23.000 t). Insgesamt erwartet de IKB für 2014 einen weltweiten Zuwachs von bis zu 3%, wobei der chinesische Verbrauch stark überproportional wachsen wird. Die Automobilproduktion trägt den Nachfragezuwachs 2014 in Europa. Insgesamt dürfte sich der Markt 2014 weitgehend ausbalanciert darstellen, ein geringes Angebotsdefizit (ca. 15.000 t) ist möglich. Daher sehen wir bis zum Jahresende 2014 eine Bewegung um 2.200 US-$/t mit einer Bandbreite von 200 US-$. Derzeit erwartet die IKB keine größeren Lieferstörungen.

Quelle: IKB Deutsche Industriebank