HDT Essen bietet Qualifikations-Lehrgang zum Abfallbeauftragten

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Quelle: Haus der Technik, Essen

Essen — Eine Qualifikation zum Abfallbeauftragten bietet der Fachkundelehrgang Betriebsbeauftragte für Abfall gemäß §§ 59-60 Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) am 10. bis 12. November 2014 im Haus der Technik, Essen. Er empfiehlt sich für Teilnehmer aus Betrieben, die verpflichtend einen Betriebsbeauftragten für Abfall stellen müssen. Als Abfallbeauftragter darf nur bestellt werden, wer die erforderliche Fachkunde und Zuverlässigkeit besitzt. Die Fachkunde kann mit der Teilnahme an diesem Grundlehrgang bescheinigt und muss bei den zuständigen Behörden eingereicht werden.

Mit 10 Expertenbeiträgen aus öffentlicher Verwaltung, Rechtsanwälten, Sachverständigen und Betriebsbeauftragten aus der Industrie lernen die Teilnehmer am 1. Tag Grundsätze des Abfallrechts und Kreislaufwirtschaftsgesetzes kennen. Referieren werden MR Dr. jur. Frank Petersen, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit; Dr. Angela Küster, Bezirksregierung; Dipl.-Ing. Jörg Freise, Thyssen Krupp Steel Europe; RA Andreas Theuer, Thyssen Krupp Steel Europe; Dr. jur. Inga Schwertner, Rechtsanwälte Lenz & Johlen; Peter Schacky, Thyssen Krupp Steel Europe; Dipl.-Ing. Klaus Borkowski, ö.b.u.v. Sachverständiger, beratender Ingenieur; Dipl.-Ing. Wolfgang Schimmelmann, Castrop-Rauxel;  Dr. Jürgen Zentgraf, Leiter des Amtes für Umweltschutz, Stadtverwaltung Mülheim, sowie Uwe Manske.

Der 2. Tag informiert die Lehrgangs-Teilnehmer über Rechte, Pflichten und Verantwortlichkeiten von Betriebsbeauftragten für Abfall, Arbeitsschutzregelungen, Fragen der Haftung und die Umsetzung des KrWG im Unternehmen.

Am 3. Tag liegt der Schwerpunkt bei der Kreislaufwirtschaft und Entsorgungstechnik: die Erfassung von Abfalldaten, die behördliche Überwachung der Entsorgungsprozesse, das Nachweisverfahren bei Verwertung und die Beseitigung betrieblicher Abfälle. Es wird auf die Aufbereitung fester Abfallstoffe eingegangen. Die Verwertung und Beseitigung gefährlicher Abfälle in der Praxis runden das für den Erwerb der Fachkunde erforderliche Programm neben den gefahrgutrechtlichen Regelungen beim Abfalltransport ab.

Einen Betriebsbeauftragten für Abfall müssen bestellen: Betreiber genehmigungsbedürftiger Anlagen nach BImSchG, Betriebe, in denen regelmäßig gefährliche Abfälle anfallen, Betriebe zur Lagerung oder Behandlung von Autowracks, Betreiber von Anlagen zum Sortieren, Verwerten und Entsorgen von Abfällen und Kompostierungsanlagen, Schmelzanlagen für Aluminium und Magnesium, Hersteller von Säuren, Laugen, Salzen und organischen Lösemitteln, Farben, Kältemitteln, Pharmazeutika, Pflanzenbehandlungs- oder Schädlingsbekämpfungsmitteln, polychlorierten Biphenylen und Terphenylen, Betreiber von Anlagen zur Destillation oder Raffination von Ölen bzw. Erdölerzeugnissen, Betreiber von Anlagen zum Galvanisieren, Härten, Ätzen oder Beizen, auch Krankenhäuser und Kliniken.

Weitere Informationen finden Interessierte beim Haus der Technik e.V. unter information@hdt-essen.de, Tel. 0201/1803-1, Frau Wiese, Fax 0201/1803-346 oder direkt unter hdt-essen.de.

Quelle: premiumpresse.de / Langzettel Media UG