Sinkende Ölpreise lösten einen Rückgang beim HWWI-Rohstoffpreisindex aus

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Hamburg — Im August ist der HWWI-Rohstoffpreisindex im Vergleich zum Monatsdurchschnitt Juli auf US-Dollar-Basis um 4,2 Prozent und in Euro um 2,6 Prozent gesunken. Während der Index für „Eisenerz und Stahlschrott“ um 1,7 Prozent sank, verbilligten sich die „Agrarischen Rohstoffe“ um 0,9 Prozent (in Euro: +0,8 Prozent). Gegen den Trend sinkender Rohstoffpreise entwickelte sich der Index für NE-Metalle, der um 1,3 Prozent (in Euro: +3 Prozent) anstieg. Doch in dem Index entwickelten sich die Metalle sehr unterschiedlich. Während sich Aluminium um 4,4 Prozent (in Euro: +6,2 Prozent) verteuerte, gingen die Preise von Nickel, Kupfer und Zinn zurück.

Zum Anstieg des Index für NE-Metalle im August trug vor allem Aluminium bei. Gegen Ende des Monats erreichte der Aluminiumpreis mit über 2.100 US-Dollar pro Tonne einen Jahreshöchststand. Zuletzt war das Leichtmetall im Februar 2013 so teuer. Seit Januar diesen Jahres stieg der Aluminiumpreis um 17,7 Prozent (in Euro: +20,3 Prozent) an. Die Preisanstiege bei Aluminium sind durch eine verstärkte Nachfrage zu erklären. Aufgrund seiner guten Leiteigenschaften und Leichtigkeit wird das Metall zunehmend von der Automobil- und Flugzeugindustrie, aber auch von der Elektronikbranche nachgefragt. Da gleichzeitig außerhalb Chinas Produktionskapazitäten reduziert wurden, wird in dem laufenden und nächsten Jahr mit einem Nachfrageüberschuss auf dem Aluminiummarkt gerechnet.

Nickel verbilligte sich um 2,5 Prozent (in Euro: -0,8 Prozent) und Eisenerz um 3,5 Prozent (in Euro: -1,9 Prozent). Im Mai hatte der Nickelpreis noch ein Zweijahreshoch von nahezu 22.000 US-Dollar pro Tonne erreicht. Seitdem ist der Preis um 12,9 Prozent (in Euro: -9,5 Prozent) gefallen. Gründe für den Preisrückgang sind auf Erwartungen zurückzuführen, dass Indonesien seine Exportbeschränkungen auf Nickelerze lockern und sich die chinesische Nickelnachfrage zunehmend abschwächen könnte. Auch der Eisenerzpreis sank aufgrund schwächerer Zahlen aus der chinesischen Industrie. China benötigt für sein Wirtschaftswachstum große Mengen an Eisenerz, vor allem für die Produktion von Stahl und ist weltweit der größte Eisenerzabnehmer. Zusätzlich drückte auf den Eisenerzpreis, dass in den letzten Monaten große Mengen an Eisenerz auf den Markt gebracht wurden, sodass der Eisenerzpreis auf ein Zweijahrestief fiel und im Monatsdurchschnitt bei 92,65 US-Dollar pro Tonne notierte. Im Vergleich zu dem Stand vor einem Jahr entspricht dies einem Minus von 32,3 Prozent.

Der HWWI-Rohstoffpreisindex ist ein Produkt der HWWI Consult GmbH.

Quelle: Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut gemeinnützige GmbH (HWWI)