Weltrohstahlproduktion: IKB bleibt bei Prognose von 1,7 Mrd. t für 2014

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Stahlproduktion im Hüttenwerk (Foto: Kroll/Recyclingportal)

Düsseldorf — Die Weltrohstahlproduktion erhöhte sich bis Ende Juli 2014 um rund 2,5 Prozent, meldet die IKB Deutsche Industriebank in ihrer neuesten Rohstoffpreis-Information. Für das Gesamtjahr bleibt die IKB bei ihrer Prognose von bis zu 1,7 Mrd. t Rohstahl. China dürfte rund 820 Mio. t Rohstahl erzeugen.

Während der nordamerikanische Markt nur leicht wachsen dürfte, ist in Lateinamerika nur eine Stagnation zu erwarten. Der Ausstoss in der EU 28 (+3 Prozent) zog wieder an. Impulse kommen von der Wiederbelebung in Frankreich, Spanien und UK. Deutschland könnte im Gesamtjahr seine Tonnage um bis zu 4 Prozent ausweiten: Für 2014 hält die IKB eine Tonnage von bis zu 44 Mio. t für möglich Die konjunkturelle Belebung im Jahr 2014 wird im Inland vor allem durch die Nachfrage der Automobilindustrie, des Maschinenbaus und der Bauwirtschaft getragen.

Im August 2014 veränderten sich die Schrottpreise je nach Sorte um,5 bis 10 €/t. Der Markt war trotz südeuropäischer Werksferien gut ausbalanciert. Vielfach wurde schon begonnen, für den Monat September zu bevorraten. Trotz innenpolitischer Krise zogen die Exporte in die Türkei kräftig an. Die türkische Stahlproduktion lag Ende Juli allerdings noch um ein Prozent unter dem Vorjahresniveau. Grund dürften geringere Vormaterial-Lieferungen aus der Ukraine sein, die durch westeuropäische Einfuhren komensiert wurden. Die Orders aus den europäischen Nachbarländern inklusive Italiens lagen preislich nur leicht über dem Vormonatsniveau. Die hohe Auslastung der deutschen Werke dürfte den Absatz bis zum Jahresende stabilisieren. Die IKB sieht im September 2014 einen weiteren Preisanstieg von ca. 10 €/t.

Die Weltstahlpreise tendierten im August 2014 weitgehend seitwärts. Bei einigen Güten gab es leichte Preisnachlässe, die jedoch unter einem Prozent blieben. Innerhalb Europas waren die Preise quer über alle Sorten stabil. Die Spotmarktpreise für Eisenerz fielen jedoch im Monatsverlauf wieder auf das Niveau vom Juni 2014 zurück. Für 2014 und 2015 ist unverändert von einer sehr guten Erzversorgung auszugehen. Derzeit versuchen russische Lieferanten vor allem in Richtung Türkei, sowohl Vormaterial wie auch einfach Stahlsorten abzusetzen und somit Lieferengpässe der Ukraine in die Türkei auszunutzen. Bei den Weltstahlpreisen erwartet die IKB bis Jahresende 2014 einen Anstieg von ca. 3 Prozent, in Europa einen Anstieg von bis zu 4 Prozent.

Quelle: IKB Deutsche Industrieban